Regierung von Nicaragua legt dem Parlament Rechenschaftsbericht vor

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Finanzminister Iván Acosta übergibt das Dokument an Alba Palacios vom Präsidium der Nationalversammlung
Finanzminister Iván Acosta übergibt das Dokument an Alba Palacios vom Präsidium der Nationalversammlung

Managua. Die Regierung von Präsident Daniel Ortega in Nicaragua hat dem Parlament den Jahresbericht 2014 übergeben. Darin ist von "qualitativen und quantitativen Verbesserungen" in den Bereichen der Makroökonomie, Armutsbekämpfung und Sozialpolitik die Rede. Hervorgehoben wird, dass Nicaragua 2014 ein Wachstum von 4,7 Prozent erreichte und die Inflation bei knapp 6,5 Prozent lag. Dem Bericht zufolge wurde ein Haushaltsvollzug von insgesamt 97 Prozent erreicht, bei öffentlichen Investitionen von 95 Prozent.

Trotz des Wachstums im Bereich der formalisierten Beschäftigungsverhältnisse der vergangenen Jahre wird die Verringerung des informellen Sektors weiter als zentrales Ziel der Arbeitsmarktpolitik gesehen.

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Die Anzahl der Personen mit Zugang zum Stromnetz stieg im Jahr 2014 um 350.000, das entspricht 70.000 Haushalten, sodass nun deutlich über 80 Prozent der Haushalte einen Stromanschluss haben. Im Jahr 2006 lag dieser Wert nach Regierungsangaben bei lediglich 52 Prozent. Bis 2017 soll der Ausbau des Elektrizitätsnetzes 90 Prozent der Haushalte erreichen.

Bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Übergabe des Berichts an das Parlament hob Nicaraguas Finanzminister Iván Acosta außerdem den Bau von 10.000 Sozialwohnungen und deutliche Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur hervor. Es gebe klare Fortschritte beim Kampf gegen die Armut, bei der Verbesserung der Sozialausgaben und in der Bildungspolitik. In den vergangenen drei Jahren seien täglich über eine Million Kinder mit Schulmahlzeiten versorgt worden.

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