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11.08.2015 China / Nicaragua / Politik / Umwelt / Wirtschaft

Kanal-Route in Nicaragua wird geändert

Blick vom Vulkan Concepción auf den Nicaraguasee.
Umweltorganisationen warnen vor möglichen negativen Folgen des Kanalbaus auf den größten Süßwassersee Zentralamerikas

Blick vom Vulkan Concepción auf den Nicaraguasee.
Umweltorganisationen warnen vor möglichen negativen Folgen des Kanalbaus auf den größten Süßwassersee Zentralamerikas

Quelle: Wolkenkratzer
Lizenz: CC by-sa 4.0

Managua. Die chinesische Hong Kong Nicaragua Development Investment Group (HKND) hat Änderungen an der Route des Nicaraguakanals angekündigt. Ziel sei es nach Angaben des Vizepräsidenten des Konglomerats, Kwok Wai Pang, negative Folgen für Umwelt und Bevölkerung zu minimieren. Mit den Änderungen werden die Gesamtkosten des Megaprojekts auf 50 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Pang zufolge hat sich das für den Bau zuständige Konsortium (HKND) verpflichtet, den Standards der Weltbank zu entsprechen und einen positiven Netto-Effekt des Projekts auf die Umwelt sicherzustellen. Umweltschützer warnen vor den kaum abschätzbaren negativen Folgen des Megaprojekts. Ebenso wird kritisiert, dass für den Baubeginn nicht die Ergebnisse bei der Consulting Firma ERM in Auftrag gegebenen Umweltstudie abgewartet zu haben.

Von Seiten HKNDs wird betont, dass bereits wichtige Veränderungen am Verlauf des Kanals vorgenommen wurden, um negative Umweltfolgen in der Provinz Rivas zu verhindern. Außerdem habe man den Verlauf im Gebiet um El Tule geändert, um die Bewohner dort nicht zu beeinträchtigen. Pang betonte, dass weitere Anpassungen gemacht werden können, sobald Nicaraguas Regierung die Analyse der Sozial- und Umweltfolgenstudie beendet hat.

Seitdem das Projekt bekannt gegeben wurde, warnen nicaraguanische und internationale Umweltorganisationen vor möglichen negativen Folgen auf den Nicaraguasee, den größten Süßwassersee Zentralamerikas. Den Menschen, die wegen des Kanalbaus umgesiedelt werden müssen, wurden von Nicaraguas Regierung und HKND Entschädigungen versprochen, dennoch gibt es weiterhin Sorgen um die Höhe und Angemessenheit der Entschädigungen. 

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