Kuba / Politik

Kuba lässt über 3.500 Gefangene frei

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Der Papst besucht Kuba vom 19. bis 22. September
Der Papst besucht Kuba vom 19. bis 22. September

Havanna. Kuba bereitet sich auf den Besuch von Papst Franziskus vor. Aus diesem Anlass entschied der Staatsrat, 3.522 Strafgefangene aus den Gefängnissen zu entlassen. Kriterien für die Freilassung sind der Haftgrund, das verhängte Strafmaß, der Gesundheitszustand und eine gute Führung während der verbüßten Haftdauer.

Der kubanischen Tageszeitung Granma zufolge seien unter den 3.522 vor allem Strafgefangene, die über 60 Jahre alt sind, Jugendliche unter 20 Jahren ohne Vorstrafen, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie ausländische Staatsbürger, deren Herkunftsländer die Rückführung übernehmen. Strafgefangene, die aufgrund von Verbrechen wie Mord, Vergewaltigung, Korruption, Drogenhandel oder Delikten gegen die Staatssicherheit verurteilt wurden, fallen nicht unter diese Amnestie.

Papst Franziskus ist der dritte Papst, der Kuba besucht und löst die bisher größte Amnestie aus. Anlässlich der Visiten von Johannes Paul II. (1998) und Benedikt XVI. (2012) waren 200 respektive 2.900 Gefangene entlassen worden.

Franziskus wird vom 19. bis 22. September auf der sozialistischen Insel zu Gast sein. Während seines Aufenthaltes wird er die Städte Havanna, Holguín und Santiago de Cuba aufsuchen. Er hatte bei der diplomatischen Annäherung zwischen Kuba und den USA eine wichtige Rolle eingenommen.

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