UN-Kommission: Wirtschaftseinbruch in Venezuela und Brasilien

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Logo der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal)
Logo der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal)

Santiago de Chile. Die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika, Cepal, hat die Prognose für Venezuela seit dem letzten Bericht im Juli nach unten korrigiert. Zugleich gab das Gremium ein wahrscheinliches Wachstum in Lateinamerika von mageren 0,5 Prozent des gemeinsamen Bruttoinlandsproduktes bis Ende des Jahres bekannt. Dies liege vor allem an den wirtschaftlichen Problemen im Süden des Kontinents.

Die Cepal mach generell ein langsameres Wachstum in Lateinamerika aus und spricht von "unterschiedlichen Dynamiken" zwischen Mexiko im Norden und Argentinien im Süden des Kontinents. Dennoch zeichnet sich ab, dass die schwersten Probleme in Südamerika bestehen.

"Die Prognosen lassen vermuten, dass die Volkswirtschaften in Südamerika, die sich vor allem auf Rohstoffe wie Erdöl und Mineralien stützen und die zunehmend an China gebunden sind, den größten Rückgang zu verzeichnen haben werden", heißt es seitens der Cepal.

Venezuela und Brasilien führen den Negativtrend mit wahrscheinlichen 6,7 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent an. Neben dem kleinen Karibikstaat Santa Lucia werden diese beiden Staaten Ende des Jahres wohl mit roten Zahlen dastehen.

Das linksregierte Bolivien führt hingegen das Wachstum in Südamerika mit 4,4 Prozent an, gefolgt von Paraguay mit 3,3 Prozent, Kolumbien mit 2,9 Prozent, Peru mit 2,7 Prozent, Uruguay mit 2,4 Prozent und Chile mit 2,1 Prozent. Argentinien wird voraussichtlich auf ein Wachstum von 1,6 Prozent kommen und Ecuador immerhin noch auf 0,4 Prozent.

Die an die USA gekoppelten Volkswirtschaften, neben Mexiko betrifft das vor allem Staaten Zentralamerikas und der Karibik, können derzeit mit einer stabilen Entwicklung rechnen. Das sozialistische Kuba wird voraussichtlich um vier Prozent zulegen.

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