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Konferenz zu Internationalismus beginnt heute in Berlin

Wandbild in Hamburg zur Solidarität mit Nicaragua

Wandbild in Hamburg zur Solidarität mit Nicaragua

Berlin. Zum Auftakt der zweitägigen Konferenz findet heute um 17 Uhr die Veranstaltung "Internationalismus in Geschichte und Gegenwart" im Stadthaus Böcklerpark statt. Referenten sind der niederländische Historiker David Mayer, der Journalist Ingo Niebel und Leandro Uzquiano von der Botschaft El Salvadors.

Zu der Konferenz "Internationalismus im 21. Jahrhundert" hat das Aktionsbündnis internationale Intellektuelle und Aktivisten eingeladen. Schirmpersönlichkeiten sind Elmar Altvater (Deutschland), Noam Chomsky (USA), Ignacio Ramonet (Spanien) und Jean Ziegler (Schweiz). Amerika21 ist Medienpartner.

Am Samstag sollen unter anderem Ansätze zur Schaffung einer Plattform diskutiert werden, die eine Bündelung möglichst vieler progressiver Kräfte, einschließlich politischer Parteien, auf internationaler Ebene ermöglicht.

Wie aus einer Pressemitteilung des Bündnisses "i21" hervorgeht, haben sich Aktivisten mit langjähriger Erfahrung in internationalistischer Arbeit und Solidaritätsarbeit anderthalb Jahre lang getroffen, um die Konferenz zu verwirklichen. Der Internationalismus und die Solidaritätsbewegung des vergangenen Jahrhunderts hätten viele Erfahrungen und Schwierigkeiten hinterlassen. Eine bewusste Reflexion sei bislang kaum für eine neue Bewegung fruchtbar gemacht worden. Während es in den 1960er bis 1980er Jahren viel Unterstützung für die gesellschaftlichen Umbrüche wie in Nicaragua und El Salvador gegeben habe, sei heute wenig davon zu sehen. Dies, obwohl Lateinamerika ein "besonderer, hoffnungsstiftender Schauplatz der Anstrengungen um ein menschenwürdigeres Leben ist, sei es durch starke soziale Bewegungen, militante Aufstände, progressive Regierungen oder einer Mischung aus alledem". Die Organisatoren "teilen den Gedanken, dass Alternativen zu den bestehenden globalen Strukturen des Kapitalismus notwendig sind und eine erfolgreiche politische Gegenbewegung jenseits der Grenzen bestehender Nationalstaaten organisiert werden muss", heißt es in ihrem Aufruf.

Der Konferenz vorausgegangen war ein Veranstaltungswoche, bei der es Vorträge und Diskussionen über die politischen Entwicklungen in Venezuela, Bolivien und Kolumbien, über Kubas Internationalismus und die Solidarität mit Nicaragua und El Salvador in den 70er Jahren gab. Ein Abend war der Frage nach der heutigen Bedeutung der Internationalen Brigaden im spanischen Krieg 1936-1939 gewidmet, als 40.000 Menschen aus aller Welt an der Seite der spanischen Republik gegen den Faschismus kämpften.

Informationen zum Programm, den Referenten und teilnehmenden Organisationen gibt es unter: www.internacionalismo21.org.

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