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"Kämpfer für freie Software" in Bolivien stellen freies Internet bereit

Das Zentrum "r00tHouse"

Das Zentrum "r00tHouse"

La Paz. Anhänger freier Software in Bolivien haben Pionierarbeit geleistet, um in abgelegenen Regionen für die Bevölkerung Zugang zum Internet zu schaffen. In einem Gebäude der Universität von San Andres in La Paz auf 3.700 Metern Höhe haben sie für Lernende und Lehrende der Informatik das Zentrum "r00tHouse" eingerichtet, und verfolgen dort ihr Projekt eines freien Internetzugangs.

Die Gruppe "hacklab" begann mit ihrer Arbeit im Jahr 2009. als einer der Gründer, Freddy Condori, auf seinem Haus eine Antenne installierte, eine gute und stabile Verbindung mit dem Internet einrichtete und diese mit Anwohnern teilte. Condori schilderte, dass davon ausgehend die Betreiber des Zentrums für wenig erschlossene Regionen, wo Anschlüsse "teuer und langsam" sind, das Konzept entwickelten, örtlich ein Intranet einzurichten, über welches alle, die dies möchten, in das Internet gelangen kann.

r00thouse-logo

Quelle: hacklab.org.bo

Die Gruppe von Aktiven möchte ihre Arbeit als Aufbau eines sozialen Netzes verstanden wissen. "Wir glauben, dass ein Internet möglich ist, das die Privatsphäre respektiert und einen freien Zugang zu Information ohne Diskriminierung ermöglicht", so ihr Statment.

Für die Finanzierung gibt es ein kleines Budget. Das Projekt verwaltet dieses selbst und nimmt nur Spenden an, die nicht an Bedingungen geknüpft sind. Zuwendungen von Firmen oder Nichtregierungsorganisationen werden nicht akzeptiert.

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