Brasilien verabschiedet Gesetz zur Wissenschaftsförderung

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Präsidentin Rousseff bei der Unterzeichnung des "Marco Legal da Ciência, Tecnologia e Inovação"
Präsidentin Rousseff bei der Unterzeichnung des "Marco Legal da Ciência, Tecnologia e Inovação"

Brasilia. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat einen Gesetzesentwurf des Parlaments zur Wissenschaftsförderung unterzeichnet. Der neue "Marco Legal da Ciência, Tecnologia e Inovação" beinhaltet die Modernisierung von neun bisherigen Gesetzen in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation und sieht eine Reihe von Maßnahmen der Förderung vor.

Die neue Ausrichtung soll die Bildung von langfristigen Partnerschaften zwischen Wissenschaftsinstitutionen, Unternehmen und der Regierung vereinfachen. Laut der Präsidentin der Brasilianischen Gesellschaft für den Fortschritt der Wissenschaften (SBPC), Helena Nader, "erreicht Brasilien hinsichtlich der Partnerschaften zwischen öffentlichen Universitäten und Industrie durch dieses Gesetz ein höheres Niveau". Das wird unter anderem dadurch begünstigt, dass vollzeitangestellten Professoren staatlicher Universitäten ermöglicht wird, nun acht Stunden pro Woche außeruniversitären Tätigkeiten nachzugehen. Auch der Präsident der Brasilianischen Wissenschaftsakademie, Jacob Palis Junior, bezeichnete das Gesetz als "einzigartige Errungenschaft".

Während der Zeremonie im Regierungssitz Palácio do Planalto gab Rousseff außerdem die Wiederaufnahme der "Universellen Ausschreibung des Nationalen Rats für wissenschaftliche und technologische Entwicklung in Brasilien" (CNPq) bekannt, die in den nächsten zwei Jahren Investitionen von 200 Millionen Reais (rund 45 Millionen Euro) in die Wissenschaft vorsieht.

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