Aktivisten und Politiker in Deutschland beglückwünschen Fidel Castro

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Aktivisten vor dem Geburtstags-Plakat für Fidel Castro in Berlin
Aktivisten vor dem Geburtstags-Plakat für Fidel Castro in Berlin

Berlin. Auch in Deutschland und der Schweiz haben Politiker und Aktivisten der Solidaritätsbewegung am Samstag den 90. Geburtstag des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro begangen. Schon in den Tagen zuvor hatten zahlreiche Medien über Castros Geburtstag berichtet.

In einer Mitteilung des Netzwerks Kuba, einem Zusammenschluss von gut 40 Solidaritätsgruppen, heißt es: "Deine historische Leistung, die des kubanischen Volkes und seiner Revolution, haben uns fortschrittliche, linke, sozialistische und kommunistische Menschen im imperialistischen Norden des Planeten im Kampfe für eine bessere Welt inspiriert." Die kubanische Revolution sei stets ein Referenzpunkt dafür gewesen, dass diese bessere Welt als Alternative zum Kapitalismus möglich sei.

Nach Ansicht der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba sind die Kubanische Revolution und Fidel Castro "untrennbar miteinander verbunden, auch wenn es zu ihrer Errichtung und Festigung eines ganzen Volkes und nicht nur einer einzigen Persönlichkeit bedurfte". Fidel Castro habe die Kubanische Revolution immer als Produkt des Kampfes mehrerer Generationen von Kubanerinnen und Kubanern gesehen, heißt es in einer Erklärung der Freundschaftsgesellschaft.

Auch zahlreiche Abgeordnete und Aktive der Linkspartei sowie Kuba-Freunde haben Fidel Castro zu seinem 90. Geburtstag Glückwünsche übermittelt. Wolfgang Gehrcke, Diether Dehm, Richard Pitterle und weitere Abgeordnete haben sich gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit ihren Glückwünschen für eine Stärkung des Sozialismus in Kuba ausgesprochen. "Dein Leben, Comandante Fidel Castro, ist wie ein Buch", heißt es in dem Text: "Eine Anleitung zum Handeln für die unterdrückten Menschen in aller Welt: für Sozialismus, für die Vernunft und die Freude." Den Glückwünschen zum 90. Geburtstag hatten sich online bis zum Samstag mehr als 200 Menschen auf einer Glückwunschseite mit auch sehr persönlichen Schreiben angeschlossen.

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Die Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, übermittelten Fidel Castro ihre Gratulation. "Du kannst nicht nur auf viele bewegte Jahrzehnte zurückschauen, sondern Dein Wirken hat auch Spuren hinterlassen", schreiben Kipping und Riexinger: "Unter deiner Führung hat Kuba für mehr als fünf Jahrzehnte dem Druck der Blockade der USA widerstanden und eine gesellschaftliche Entwicklung eingeleitet, die dem kubanischen Volk für Lateinamerika soziale Errungenschaften in Bildung, Wissenschaft und Kultur, im Gesundheitswesen und Sport und in vielen weiteren Bereichen gebracht hat. Du hast für die Unabhängigkeit und Souveränität der Entwicklungsländer gestritten, du hast gegen den weltweiten Hunger und die Ausbeutung der Menschen gekämpft, du stehst für Sozialismus ein. Kubas internationale Solidarität verdient unseren größten Respekt."

Von der Deutschen Kommunistischen Partei hieß es: "In deinen Arbeiten und Ausführungen hast du immer wieder wichtige Beiträge für den Kampf der Kommunistischen Parteien um die Wahrung und Wiederherstellung ihrer marxistisch-leninistischen Identität geleistet. Nicht zuletzt mit Deiner Rede zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, in der Du erklärtest, dass 27 Millionen Sowjetbürger im Großen Vaterländischen Krieg auch für das Recht gestorben sind 'Marxist-Leninist zu sein, Kommunist zu sein und die Vorgeschichte zu verlassen'."

Öffentlich sichtbar wurden die Solidaritätsbekundungen in 20 deutschen und 21 schweizer Städten und Gemeinden auf mehr als 160 Großplakate. Getragen wurde die Kampagne von Solidaritätsgruppen aus beiden Ländern und der linken Tageszeitung "junge Welt". Finanziert worden sei die Aktion in erster Linie durch die Leserinnen und Leser der Zeitung, die rund 20.000 Euro zur Begleichung der Kosten spendeten, hieß es in dem Blatt. In der Schweiz habe die Vereinigung Schweiz-Cuba eine Sammlung organisiert, die die Plakatierung dort ermöglichte. Dem Foto, das auf den Plakaten zu sehen ist, hat der kubanische Fotograf Roberto Chile den Namen "Für den Frieden" gegeben. Es ist Teil der Ausstellung "Fidel es Fidel", die in mehreren deutschen Städten, in Brasilien, Kolumbien, Mexiko und China zu sehen war.

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