Journalisten in Mexiko fordern Ermittlungen gegen Ex-Gouverneur Duarte

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Journalisten machen auf ihre gefährliche Lage in Veracruz aufmerksam
Journalisten machen auf ihre gefährliche Lage in Veracruz aufmerksam

Mexiko-Stadt. Der Journalistenverband Red Veracruzana de Periodistas hat die Regierung in Mexiko aufgefordert, Ermittlungen gegen den ehemaligen Gouverneur Javier Duarte aufzunehmen. Während dessen Amtszeit von 2010 bis 2016 wurden in seinem Bundesstaat Veracruz 18 Journalisten ermordet, drei weitere sind bis heute verschwunden. Der Journalistenverband wirft Duarte sowohl unzulängliche Aufklärungsversuche und Kriminalisierung der Opfer der Morde als auch die direkte oder indirekte Mitverantwortung vor.

"Duarte und seine engsten Mitarbeiter hatten eine hohe Verantwortung dafür", erklärten die Journalisten in einem gemeinsamen Kommuniqué und appellierten an die Regierung von Enrique Peña Nieto, diese Verbrechen nicht straflos bleiben zu lassen.

Duarte wurde vor wenigen Tagen von Guatemala ausgeliefert. Dorthin war er im Oktober vergangenen Jahres geflohen, nachdem ein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Korruption, organisierter Kriminalität und Missbrauchs öffentlicher Gelder gegen ihn – nicht jedoch wegen der ungeklärten Morde und des Verschwindenlassens, kritisieren die Journalisten weiter.

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