DruckversionEinem Freund senden

Indigene in Mexiko wehren sich gegen französischen Windpark

Der französische Konzern Electricité De France (EDF Group) hat auf indigenem Land  in Oaxaca, Mexiko, mit dem Bau eines Windparks begonnen. Die indigene Gemeinschaft wehrt sich dagegen

Der französische Konzern Electricité De France (EDF Group) hat auf indigenem Land in Oaxaca, Mexiko, mit dem Bau eines Windparks begonnen. Die indigene Gemeinschaft wehrt sich dagegen

Quelle: @Avispa_Midia

Unión Hidalgo, Mexiko. Die indigene Gemeinschaft der Zapoteken aus Unión Hidalgo im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca kämpft gegen einen Windpark, den der französische Konzern Electricité De France (EDF Group) auf ihrem Land errichtet. Die Zapoteken legten Beschwerde bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein, weil das Unternehmen die Rechte der Anwohner systematisch verletze.

Das Projekt der EDF Group, dem zweitgrößte Stromerzeuger weltweit, sieht einen Windpark mit 115 Windrädern auf dem ressourcenreichen Land vor. Im Jahr 2017 bemerkten Vertreter der Dorfgemeinschaft Anzeichen für einen Baubeginn. Dieser fand jedoch ohne die vorgeschriebene vorherige Information und Konsultation der Landbesitzer statt. Laut OECD-Normen müssen betroffene Gemeinschaften in die Planung solcher Projekte eingebunden werden. Der Windpark mit dem Namen Gunaá Sicarú entsteht auf einem Gebiet, das die Nationale Biodiversitätskommission Mexikos aufgrund seines Artenreichtums zu den prioritären Regionen zählt.

Unterstützt wird die Dorfgemeinschaft von der Nichtregierungsorganisation Projekt für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Prodesc). Deren Sprecher, Juan Antonio López, erklärte gegenüber Telesur, dass die EDF Group sich weder um die Einbindung noch Zustimmung der Anwohner bemüht habe, und damit internationales Recht verletze. Deswegen legte Prodesc am 8. Februar bei der Nationalen Kontaktstelle der OECD in Paris Beschwerde gegen das Vorgehen des Konzerns ein. Die Gemeinschaft und ihre Unterstützer hoffen, dass die OECD den französischen Konzern auffordern wird, seine Verantwortung wahrzunehmen und einen Dialog mit den Anwohnern einzuleiten. Laut den Ausführungen auf der Website der NGO hatten die Zapoteken zuvor schon Beschwerde bei den mexikanischen Behörden eingelegt.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

09.11.2012 Nachricht von Philipp Gerber
10.10.2012 Nachricht von Philipp Gerber
25.05.2012 Nachricht von Mario Schenk