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Verfassungsgericht verurteilt Betreiber von Nickel-Miene in Kolumbien

Gegen die Betreiber der Mine Cerro Matoso in Kolumbien wurde durch das Verfassungsgericht eine Kompensationszahlung verhängt

Gegen die Betreiber der Mine Cerro Matoso in Kolumbien wurde durch das Verfassungsgericht eine Kompensationszahlung verhängt

Bogotá. Das kolumbianische Verfassungsgericht hat die Betreiber der Nickelmine Cerro Matoso, die sich im Besitz des australischen Unternehmens South32 befindet, dazu verurteilt, mindestens 3.000 Indigene und Afrokolumbianer für entstandene Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Nickelabbau zu entschädigen. Cerro Matoso ist die viertgrößte Nickelmine weltweit.

Das Verfassungsgericht kam zu dem Schluss, dass mindestens sieben Gemeinschaften im der Region Alto San Jorge, Cordoba, durch die Mine geschädigt worden sind. Das Urteil verlangt, dass die durch die Umweltverschmutzung betroffenen Personen umfassende Gesundheitsversorgung erhalten, die Schäden an Äckern und Nutztieren vergolten und die Rechte der ethnischen Gemeinschaften durch vorgängige Konsultationen respektiert werden.

Das Verfassungsgericht hält zudem fest, dass die Umweltlizenz für Cerro Matoso S.A. den verfassungsmäßigen Umweltschutznormen widerspricht und die Mine deshalb eine neue Umweltlizenz beantragen muss.

Das Innenministerium wurde angewiesen, eine freie und informierende Konsultation mit den betroffenen Gemeinschaften durchzuführen, um die Maßnahmen zur Prävention, Milderung und Kompensation der Umweltschäden zu bestimmen. Die Bewohner in der Nähe der Mine weisen erhöhte Nickelkonzentrationen in Blut und Urin auf und entwickelten gehäuft Krankheiten wie Lungenkrebs, Staublunge, Dermatitis, Kaplan-Syndrom, Lungen-Sarkom und Fibrose.

Dieses Urteil könnte wegweisend für weitere Gemeinschaften im Umfeld großer Tagebauminen sein.

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