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Chile: Irreversible Schäden durch Goldmine, Behörde ordnet Schließung an

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Ziel erreicht: Demonstration gegen das Bergbauprojekt Pascua Lama. "Schweigen ist Gold – und manchmal Feigheit: Barrick raus!"
Ziel erreicht: Demonstration gegen das Bergbauprojekt Pascua Lama. "Schweigen ist Gold – und manchmal Feigheit: Barrick raus!"

Santiago de Chile. Nach jahrelangen Prozessen gegen die kanadische Firma Barrick Gold hat Chiles oberste Umweltbehörde die endgültige Schließung der Goldmine Pascua Lama verfügt und den Bergbaukonzern zu einer Geldstrafe von 11,5 Millionen US-Dollar verurteilt.

Gegen das Unternehmen, das in Chile unter dem Namen Compañía Minera Nevada SpA operiert, waren in den vergangenen Jahren wegen 33 Umweltverstößen, darunter sechs schwerste und 14 schwere Vergehen, von der Umweltbehörde wiederholte Sanktionen von insgesamt fast sieben Millionen US-Dollar verhängt worden. Zu den Straftaten gehörten die Zerstörung verschiedener Tier- und Pflanzenarten, die Beeinträchtigung hochandiner Flussauen, unzureichendes Monitoring der Gletscher sowie die Einleitung saurer Grubenabwässer in den Río Estrecho. Der Direktor der Umweltbehörde, Cristián Franz, unterstrich angesichts des Ausmaßes und der Schwere der Umweltschädigung durch Barrick Gold, dass die endgültige Schließung der Mine zuzüglich der Auferlegung einer Geldstrafe die angemessenste Sanktion ist.

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Barrick Gold schloss indes einen völligen Verzicht auf seine Abbaupläne aus und kündigte an,  Möglichkeiten eines Untertageabbaus prüfen zu wollen. Das Projekt auf über 4.000 Metern Höhe birgt dem Unternehmen zufolge mit 17,8 Millionen Unzen Gold eines der weltgrößten unerschlossenen Goldvorkommen.

Die Sprecherin der zivilgesellschaftlichen Vereinigung für das Wasser, Constanza San Juan, kritisierte, dass Barrick trotz geringfügiger Modifikationen immer weiter die Umwelt zerstört habe und deshalb die betroffenen lokalen Gemeinden an ihrem Widerstand gegen die Goldabbaupläne festhielten. Die Mine Pascua Lama habe bereits während der Bauphase irreparable Schäden an den Gletschern angerichtet und die in den Bergen entspringenden Gewässer, die mehr als 70.000 Menschen im Valle del Huasco versorgten, mit Schwermetallen kontaminiert. Dies schädige die Gesundheit besonders von Kleinkindern. Das Observatorium für Umweltkonflikte, das seit Anbeginn die Gemeinden im Valle de Huasco mit juristischem Beistand unterstützt hatte, bewertete die Entscheidung der Umweltbehörde indes als historisch.

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