Kuba / Soziales

Ernährungssouveränität zentrales Thema in Kuba

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Die Messe für Lebensmittel, Getränke und Lebensmitteltechnologie in Kuba fand vom 22. bis 24. Mai in Kuba statt
Die Messe für Lebensmittel, Getränke und Lebensmitteltechnologie in Kuba fand vom 22. bis 24. Mai in Kuba statt

Havanna. Derzeit finden in der kubanischen Hauptstadt mehrere internationale Veranstaltungen zum Themenfeld Ernährung statt. Hervorzuheben ist die Konferenz über Lebensmittelwissenschaft und –technologie, an der Experten aus Lateinamerika, Europa und Asien teilnehmen. Das zentrale Thema für die Teilnehmenden aus Forschung, Technologie, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen lautet "Food Sustainability" und wird als eine zentrale Herausforderung der Zukunft betrachtet. Das Thema gehört zudem als Nr. 2 (Landwirtschaft und Ernährung) zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

In seiner Grundsatzrede zur Ernährungssicherheit hob Marcelo Resende, Vertreter der UN-Ernährungsorganisation in Kuba (FAO), auf diesen Zusammenhang hin. Weitere Themen, die in zahlreichen Workshops und Symposien erörtert wurden, waren beispielsweise die kubanische Küche und Esskultur, Kakao und Kakaoprodukte oder auch die Bedeutung der Ernährung in den ersten 1.000 Lebenstagen eines Kindes.

Daneben fand die internationale Messe für Lebensmittel, Getränke und Lebensmitteltechnologie Alimentos 2.0 statt, begleitet von der spanischen Messe-Institution FIRA Barcelona. Dort waren nationale und ausländische Aussteller aktiv, die Geräte und Maschinen für die Wasseraufbereitung, Rohmaterialien und Zusatzstoffen für den Agrar- und Lebensmittelsektor zeigten und vorführten. Darüber hinaus fand auch das zweite Rum-Festival statt, an denen entsprechende Fachleute dieser Industrie sowie Produzenten, nationale und internationale Vertreiber mitwirkten. Gesponsort wurden diese Veranstaltungen vom kubanischen Ministerium für Nahrungsmittelindustrie, Außenhandel und ausländische Investitionen sowie vom Ministerium für Landwirtschaft.

Zeitgleich nahm die kubanische Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (Citma), Elba Rosa Perez, in Rom an einer Veranstaltung im Hauptsitz der FAO teil und stellte dort den kubanischen Klimaschutzplan "Tarea Vida" (Lebensaufgabe) vor. Dieser differenzierte Plan wurde vor fast einem Jahr vorgelegt und beinhaltet 11 Handlungsbereiche, um auf den Klimawandel zu reagieren. Dazu äußerte sich der stellvertretende Generaldirektor für Klima, Biodiversität, Land und Wasser der FAO, Rene Castro, mit Anerkennung und wies darauf hin, dass Kuba mit dieser Politik bereits sehr viel Erfahrung besitze und dies auch weitergeben solle.

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