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Kuba: 90 Prozent weniger Waschmittelimporte mit neuem Joint-Venture

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Die Leitung des neuen kubanisch-vietnamesischen Joint Venture Suchel TBV S.A.
Die Leitung des neuen kubanisch-vietnamesischen Joint Venture Suchel TBV S.A.

Havanna. Kuba und die Sozialistische Republik Vietnam planen die Errichtung einer Fabrik für Waschmittel und Seifen in der Sonderwirtschaftszone von Mariel. Das neu gegründete Unternehmen namens Suchel TBV S.A. könnte bis zu 90 Prozent der entsprechenden Importe des Landes künftig überflüssig machen. Dies gaben die beteiligten Partner in einer Mitteilung bekannt, die Anfang der Woche auf der Webseite der Sonderwirtschaftszone veröffentlicht wurde.

Das Joint-Venture zwischen der kubanischen Kapitalgesellschaft Industrias Nexus S.A. und der vietnamesischen Thai Binh Detergent Joint-Stock Company startet mit einer Anfangsinvestition von 17,6 Millionen US-Dollar. Die neue Fabrik wird halbautomatisch und auf Basis modernster Technik arbeiten. Sie soll jährlich bis zu 50.000 Tonnen an Haushalts- und Industriewaschmittel produzieren können, was in etwa 90 Prozent des kubanischen Bedarfs entspricht, der bisher importiert werden muss. Zudem soll sie höchsten Standards auf dem Gebiet der Abwasserreinigung und des Umweltschutzes genügen, heißt es in dem Statement der Sonderwirtschaftszone vom 14. August.

Die Thai Binh-Gruppe ist bereits seit über 20 Jahren auf Kuba präsent. Mit der jüngsten Gründung eines kubanisch-vietnamesischen Industrieparks in der Zone soll die Ansiedlung neuer Industrie aus dem befreundeten Land beschleunigt werden. In einem früheren Joint-Venture mit dem Multi Unilever hatte Kuba bereits eine Waschmittel- und Seifenfabrik in Betrieb. Auch bei dem Projekt mit Vietnam arbeitet Kuba wieder mit den Niederländern zusammen, die Teil der Nexus S.A. sind.

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