Weltweites Treffen sozialer Bewegungen in Venezuela

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Beim Eröffnungspanel sprechen Vertreter über die Solidarität mit Venezuela
Beim Eröffnungspanel sprechen Vertreter über die Solidarität mit Venezuela

Caracas. Seit Sonntag findet in der venezolanischen Hauptstadt ein weltweites Treffen sozialer und politischer Bewegungen statt. Das vorgesehene Programm wurde aufgrund der politischen Umstände in Venezuela und der Region verändert. Viele der teilnehmenden Delegationen drücken ihre Solidaritát mit der Bolivarischen Revolution aus.

Teilnehmer aus 85 Ländern aller Kontinente sind bereits vor einer Woche angereist, darunter auch Vertreter aus europäischen Ländern wie Deutschland, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Die Vorbereitungen zu dieser Versammlung liefen seit zwei Jahren, es fanden Regional- und Kontinentaltreffen statt. Neben Delegierten der Bewegungen sind auch prominente linke Wissenschaftler und Politiker vor Ort.

Die mögliche Militärintervention in Venezuela bestimmt die Debatten.

Der puertoricanische Soziologe Ramón Grosfoguel kritisiert innerhalb der weltweiten Linken vor allem "die verwirrten, angeblichen Dekolonisten" wie den venezolanischen Soziologen Edgardo Lander. Diese haben eine Deklaration veröffentlicht und unterzeichnet, die dem Diskurs der Putschisten und der Imperialisten entspreche, da sie "unhaltbare Vorwürfe" und "Falschmeldungen" beinhalte, die von der Rechten verbreitet werden. So gebe es in Venezuela keine "humanitáre Krise, sondern eine Wirtschaftskrise", sagte er gegenüber Amerika21.

Der Sprecher der brasilianischen Landlosenbewegung MST, João Pedro Agustini Stedile, erwähnte gegenüber Amerika21 die Notwendigkeit einer gemeinsamen weltweiten Solidarität von unten, unabhängig von Staaten, Nationen und Regierungen. Zudem betonte er die wichtige Rolle der Frauen in der Bewegung und für die internationale Vernetzung.

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