Ani Dießelmann

Wahl in Peru steuert auf Stichwahl im Juni zu

Wahltag verläuft ruhig. Erste Zahlen zeigen enges Rennen. Fujimori knapp vorn, López Aliaga und Álvarez in Reichweite
Lima. In Peru haben die Wahllokale nach einem weitgehend ruhigen Wahltag geschlossen. Nach ersten Hochrechnungen der Präsidentschaftswahl zeichnet sich eine Stichwahl ab. Mehrere Kandidat:innen liegen dicht beieinander, wobei bislang Keiko Fujimori von der rechten Partei Fuerza... weiter

VW in Brasilien wegen Sklavenarbeit in zweiter Instanz verurteilt

Arbeitsgericht TRT-8 in Belém weist Einspruch des Autobauers zurück. Urteil vom Oktober 2025 bleibt bestehen. 165 Millionen Reais an den FAT und öffentliche Entschuldigung gefordert
Belém. Das Regionale Arbeitsgericht TRT-8 hat am Dienstag in zweiter Instanz die Verurteilung von Volkswagen do Brasil wegen Sklavenarbeit bestätigt. Das Gericht in Belém wies den Einspruch des Unternehmens einstimmig zurück. Damit bleibt das Urteil vom Oktober 2025 in Kraft.... weiter

Klare Worte des Mercosur gegenüber Europa

Abkommen mit der EU bleibt offen. Mercosur will sich außenpolitisch breiter aufstellen. Lula warnt vor Angriff der USA gegen Venezuela
Foz do Iguaçu. Heute ist im brasilianischen Foz do Iguaçu das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Mercosur Gemeinschaft gestartet. Vertreter:innen von Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Brasilien beraten über die laufenden politischen und wirtschaftlichen... weiter

Kuba warnt vor US-Angriff auf Venezuela, Russland sagt Hilfe zu

Insgesamt drei US-Angriffe auf Boote in der Karibik mit 17 Toten. Caracas wirft DEA inszenierte Operation vor. Venezuela im Verteidigungsmodus
Caracas/Washington/Havanna. Kuba hat angesichts der jüngsten Vorfälle im Karibikraum vor einer möglichen militärischen Aggression der USA gegen Venezuela gewarnt. In einer offiziellen Erklärung heißt es, Washington ziehe militärische Kräfte zusammen, halte zivile Schiffe an und... weiter

Die Rückeroberung des geraubten Bodens in Kolumbien

Im Naturschutzgebiet Caño Limón fördert der Konzern OXY Erdöl. Vertriebene Familien sind zurückgekehrt und haben ihr Land wieder übernommen
Caño Limón ist der Name einer Region im Bezirk Arauquita im Departement Arauca unmittelbar an der Grenze zu Venezuela. Und es ist der Name eines gigantischen Erdölfelds. Einen Steinwurf entfernt von den Erdölquellen verläuft der mächtige Fluss Arauca, der Kolumbien und Venezuela voneinander trennt... weiter

Exhumierung und Wahrheitsfindung in Kolumbien

Zwischen 150 und mehreren hundert Toten in Massengrab "La Escombrera" in Medellín vermutet. Exhumierung soll diesen Monat unter internationaler Beobachtung beginnen
Keine 20 Minuten westlich vom Zentrum Medellíns entfernt liegt das wegen seiner von Gewalt geprägten Geschichte berüchtigte Stadtviertel Comuna 13. Hier soll in Kürze die Exhumierung des Massengrabes La Escombrera (Der Schuttabladeplatz) unter Zusammenwirken der Generalstaatsanwaltschaft, der... weiter

Der Krieg geht weiter

Ein Bericht der Vereinten Nationen bestätigt, dass Kolumbien weiterhin eine Kriegsregion ist. Trotz der Friedensverhandlungen sterben täglich Menschen. Die Zahl der Vertreibungen und Kriegverbrechen bleibt hoch
“Kolumbien wählt den Frieden“. So titelten Medien auf der ganzen Welt zur Wiederwahl des kolumbianischen Präsidenten Santos im Juni 2014. Aber eine Mehrheit der kolumbianischen Bauern und Bewohner vor allem der ländlichen Regionen berichtet bereits seit Beginn der Friedensverhandlungen im November... weiter

Die politische Gewalt hat nicht aufgehört – ein Erbe, das wir weiter mit uns schleppen

Stellungnahme von Leonardo González, Direktor von Indepaz, vom 10. Juni 2025 zum Attentat gegen den konservativen Politiker Miguel Uribe Turbay
Bogotá. Der jüngste Anschlag auf den Präsidentschaftsvorkandidaten Miguel Uribe Turbay hat ein Thema wieder ins Zentrum der öffentlichen Debatte gerückt, das viele lieber vermeiden: die anhaltende politische Gewalt in Kolumbien. Auch wenn manche behaupten, wir lebten in einer voll... weiter

Wahlen in Kolumbien: Die Hasskampagne "Jeder außer Petro"

Die Hälfte des Landes sieht die Wahlen als Reality-Show, die mit der Beseitigung Petros enden soll
Die Anhänger von Bolívar und Santander hassten sich, die Zentralisten und Föderalisten hassten sich, die Armeen der Bürgerkriege des 19. Jahrhunderts sowie die Konservativen und Liberalen hassten sich und brachten sich im Tausend-Tage-Krieg gegenseitig um und bekämpften sich in den grausamen... weiter

Kolumbien: "Das Gefängnis entmenschlicht die Menschen"

Amerika21-Autorin Ani Dießelmann sprach mit dem Aktivisten des Congreso de los Pueblos und politischen Gefangenen Julián Gil über die Proteste in den Gefängnissen
Wie ist die Situation in den kolumbianischen Gefängnissen und wie wirkt sich die Ausbreitung von COVID-19 auf sie aus? Das Strafsystem erlaubt eine Inhaftierung ohne Beweise und es gibt eine Überbelegung von fast 54 Prozent. Es gibt Gefängnisse, in denen fünf oder sechs Personen... weiter

Kolumbien: Hoffnung säen, eine Bewegung ernten

Mit dem "Kongress der Völker" (Congreso de los Pueblos) geht es darum, die Macht der Bevölkerung aufzubauen
Aus den Kämpfen der indigenen Bewegung im Norden des Cauca entstand 2008 unter dem indigenen Begriff Minga eine breite Protestbewegung gegen Krieg, Repression, Neo-Liberalismus und Freihandelsabkommen. Diese Minga war auch Ausgangspunkt einer dauerhafteren Organisierung und der Gründung des... weiter

Aufruf zur Stärkung der gesellschaftlichen Beteiligung an den Friedensgessprächen für Kolumbien

Soziale Bewegungen in Kolumbien rufen zu mehr Partizipation im Friedensprozess auf und schlagen einen "Sozialen Verhandlungstisch für den Frieden" vor
Aufruf zur Unterstützung der gesellschaftlichen Partizipation bei den Friedensgesprächen Wir, verschiedene soziale, politische, kirchliche und Menschenrechtsorganisationen sowie Gewerkschaften, rufen zum Aufbau eines Sozialen Verhandlungstisches für den Frieden auf, um damit zur Lösung des sozialen... weiter

"Heute schreiben wir Geschichte": Selbstorganisierter Volksentscheid in Kolumbien

Wahlbeobachtung in San Lorenzo. Nachdem Volksentscheide gegen Bergbauaktivitäten für verfassungswidrig erklärt wurden, nahmen die Bewohner ihr Schicksal selbst in die Hand.
Die Panamericana schlängelt sich nach zehn Stunden Fahrt von Cali Richtung Süden abenteuerlich an steilen Berghängen entlang. Immer wieder muss der Busfahrer Felsbrocken ausweichen, die wegen des Regens mitten auf der Straße liegen. "Glück, dass kein Erdrutsch die Straße versperrt", sagt der junge... weiter

Was Kolumbianer über den Frieden denken

Frieden zwischen Staat und Guerilla: Wie Kolumbianer unter dem Krieg, Ungerechtigkeit und Unsicherheit leiden
Nachdem eine knappe Mehrheit in Kolumbien den Friedensvertrag mit der Guerillaorganisation Farc in einem Plebiszit am 2. Oktober abgelehnt hat, befindet sich das südamerikanische Land in einem politischen Schwebezustand: Der Frieden mit den Rebellen ist vereinbart, die konservative Regierung von... weiter