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Uruguay: Montevideo verbietet synthetische Umweltgifte im Stadtgebiet

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Das Gesetz verbietet den Einsatz von Glyphosat und soll dessen bisherigen Rückstände minimieren
Das Gesetz verbietet den Einsatz von Glyphosat und soll dessen bisherigen Rückstände minimieren

Montevideo. Die Versammlung der Stadtverordneten von Uruguays Hauptstadt Montevideo hat vergangene Woche ein Gesetzesprojekt zum Verbot von Umweltgiften verabschiedet. Alle synthetischen Gifte sowie Chemikalien, die Glyphosat enthalten, sollen endgültig aus dem Verkehr gezogen werden. Das betrifft sowohl ihre Verwendung bei der städtischen Pflege von Parkanlagen, Friedhöfen, Plätzen oder Gehwegen, als auch den Einsatz in privaten Gärten und landwirtschaftlich genutzten Geländen. Unkrautvernichtungsmittel und Mittel zur Schädlingsbekämpfung dürfen ab sofort nur noch benutzt werden, wenn sie auf biologischer Grundlage hergestellt sind. Auch maschinelle Methoden sollen stärker zum Einsatz kommen.

Mit der Verabschiedung des Dekrets gilt von nun an eine Übergangsregelung von sechs Monaten, in der die entsprechenden Firmen und kommunalen Angestellten mit Kursen in biologischen Arbeitsmethoden ausgebildet werden. Dabei soll beispielsweise die Verwendung von heißem Dampf und weitere umweltverträgliche Methoden zur Bekämpfung von Plagen aller Art gelernt werden. Auch die korrekte Beseitigung von Rückständen von Glyphosat und anderer Gifte etwa in kontaminierten Behältern ist Teil der Kurse.

In dem städtischen Gesetzestext wird ein Plan gefordert, um giftige Chemikalien in allen Stadtbezirken entsorgen zu können. Außerdem will man durch eine öffentliche Kampagne das Umweltbewusstsein der Bürger stärken.

Die Stadtregierung muss in einem nächsten Schritt die Umsetzung der Norm im Einzelnen reglementieren, um ihre Einhaltung abzusichern.

Die synthetischen Giftstoffe sind weltweit für den jährlichen Tod von 200.000 Menschen durch direkte Vergiftungen verantwortlich, insbesondere in den Entwicklungsländern. Die sekundären Auswirkungen vor allem von Glyphosat in Form von Krebs, schweren Erkrankungen der Haut und der Atemwege sowie Missbildungen betreffen eine noch größere Anzahl von Opfern.

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