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Kuba: Erstes deutsches Unternehmen in Mariel genehmigt

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So soll die geplante Fabrik der deutschen PAMAS S.A. in Mariel aussehen
So soll die geplante Fabrik der deutschen PAMAS S.A. in Mariel aussehen

Havanna. In der kubanischen Sonderwirtschaftszone Mariel (ZEDM) ist die erste deutsche Firmenniederlassung genehmigt worden. Die Berliner Pumpen und Armaturen Service International GmbH (P.A.S.I) wird dort mit der Tochterfirma Pamas S.A. vertreten sein, wie aus einem Pressebericht der ZEDM-Verwaltung hervorgeht.

Die deutsche Investition, welche zu 100 Prozent auf ausländischem Kapital basiert, geschehe in einem "Schlüsselbereich für die Entwicklung der kubanischen Wirtschaft", heißt es in dem Statement. In der Pamas S.A. sollen neben Pumpen auch Ventile und andere hydraulische und pneumatische Komponenten in kleinerem Umfang hergestellt werden. Darüber hinaus wird der Standort vor allem für Reparatur, Service, Ausbildung und Diagnosearbeiten genutzt. Die Vertragslaufzeit für die Niederlassung beträgt zunächst 30 Jahre. Die Fabrik setzt auf modernste Fertigungstechnologien und wird einen Teil des benötigten Strombedarfs über Solarzellen selbst generieren, kündigte das Unternehmen an. Wann genau die neue Fabrik eröffnen soll ist noch unbekannt.

In der 2014 eröffneten Sonderwirtschaftszone arbeiten mittlerweile 48 Unternehmen, die in dem Zeitraum mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar auf Kuba investiert haben. Die "Zona Especial de Desarrollo Mariel" befindet sich etwa 45 Kilometer westlich von Havanna und umfasst eine Fläche von 465 Quadratkilometern. Ein vom übrigen Land differenziertes Steuer– und Genehmigungssystem soll die Ansiedlung ausländischer Investitionen begünstigen, die von Kubas Regierung als "strategisch" für die Entwicklung des Landes eingeschätzt werden.

Zur ZEDM gehört auch ein Containerhafen, der Frachter der neuesten Generation mit bis zu 50 Metern Breite und 18 Metern Tiefgang empfangen kann. Er bietet die notwendigen Voraussetzungen, um Schiffe mit über 12.000 Containern zu entladen und verfügt über eine Kapazität von über einer Million Containern pro Jahr. Damit besitzt Kuba einen der leistungsfähigsten Häfen der Karibik.

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