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Kuba begeht 9. Mai mit Vertretern ehemaliger Sowjetrepubliken

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Kubanische Soldatin am Mausoleum für den sowjetischen internationalistischen Soldaten
Kubanische Soldatin am Mausoleum für den sowjetischen internationalistischen Soldaten

Havanna. Kubanische Regierungsvertreter:innen haben zusammen mit diplomatischen Repräsentant:innen aus Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken Belarus, Kasachstan und Aserbaidschan gemeinsam des Sieges über den Nazifaschismus am 9. Mai 1945 gedacht.

In Havanna wurde der Tag mit einer Kranzniederlegung am Mausoleum des internationalistischen sowjetischen Soldaten begangen, bei der unter anderem Vertreter:innen des kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft sowie der Revolutionären Streitkräfte Kubas anwesend waren.Als Teil der Gedenkveranstaltung am Sonntag wurden sieben Bäume zur Erinnerung an die gefallenen sowjetischen Soldat:innen gepflanzt.

Am 9. Mai wird in ganz Russland der Sieg im "Großen Vaterländischen Krieg" gefeiert. Russlands Botschafter in Kuba, Andrey A. Guskov, würdigte das Datum in einer Ansprache als "heiliges Fest für alle Völker, die gegen die Nazipest kämpften und damit Leid und Beklemmung für Millionen von Menschen beendeten".

Von kubanischer Seite äußerte sich Brigadegeneral José Ángel Sánchez Fabré. Der Sieg über den Faschismus habe nicht nur Millionen Menschenleben, "sondern auch das jahrtausendealte kulturelle Erbe der Menschheit, das Gefühl der Würde des Menschen und dessen geistige Welt bewahrt. Es war ein Sieg der fortschrittlichen Menschheit, bei dem zweifellos die Völker der ehemaligen UdSSR die Hauptrolle spielten", sagte Sánchez Fabré.

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Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel brachte auf Twitter seine "aufrichtigsten Glückwünsche" an das russische Volk und dessen Regierung anlässlich des 76. Jahrestags des Sieges über den Faschismus zum Ausdruck. Der "Große Vaterländische Krieg" gegen den Faschismus habe die Menschheit gerettet, so Díaz-Canel. Ähnlich äußerte sich Kubas Außenminister Bruno Rodríguez und betonte, die kubanische Bevökerung erinnere sich immer mit Bewunderung an dieses bedeutsame Ereignis.

Auch kubanische Soldaten kämpften während des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Alliierten. Als erstes Land Lateinamerikas erklärte die Insel im Dezember 1941 den Achsenmächten den Krieg.

Wie die Nachrichtenagentur Prensa Latina hervorhob, habe die Sowjetunion mit 27 Millionen Toten und der Zerstörung von über 1.700 Ortschaften bis 1945 den größten Blutzoll bei der Befreiung vom Faschismus zu leisten gehabt.

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