Brasilien: Busstreik legt Verkehr in São Paulo lahm

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Der Busfahrer:innenstreik legte am Montag den Verkehr in Brasiliens größter Stadt lahm
Der Busfahrer:innenstreik legte am Montag den Verkehr in Brasiliens größter Stadt lahm

São Paulo. Vergangenen Montag haben Busfahrer:innen zwei wichtige Haltestellen im Westen und Osten São Paulos blockiert. Nachdem es am Morgen erneut zu Vandalismus an den Fahrzeugen gekommen war, legten die Fahrer:innen an den Busterminals Pinheiros und São Mateus den Verkehr lahm. Sie fuhren nicht mehr weiter, zogen die Schüssel und durchtrennten zum Teil sogar die Motorriemen.

Der Protest hatte zur Folge, dass sich lange Schlangen und große Menschenansammlungen bildeten. Viele Personen wurden daran gehindert, wie gewohnt zur Arbeit zu kommen. Auch der Verkehr auf den umliegenden Straßen wurde beeinträchtigt.

Wer genau zu den Protesten aufgerufen hat, ist aktuell nicht bekannt. Die Gewerkschaft Sindmotoristas, welche sich um die Belange der Fahrer:innen kümmert, erklärt, dass sie mit dem Protesten nichts zu tun hat. Der Gewerkschaftspräsident Valdevan Noventa beteuert, dass ihnen die Sicherheit der Busfahrer:innen und Kund:innen am Herzen läge und Vandalismus, egal in welcher Form, nicht zu rechtfertigen sei.

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Insgesamt waren 47 Buslinien von den Protesten betroffen. Nach ungefähr drei Stunden hatte sich die Situation aber wieder beruhigt und der Busverkehr normalisierte sich.

Einen ähnlichen Fall gab es bereits am 14. Juni dieses Jahres. Arbeitslose Busfahrer:innen behinderten durch Blockaden insgesamt 33 verschiedene Buslinien, um damit auf ihre Arbeits- und Lebenssituation aufmerksam zu machen.

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