In Argentinien produzierte Sputnik V-Impfdosen freigegeben

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Im April begann Richmond in Argentinien testweise erste Dosen Sputnik V zu produzieren
Im April begann Richmond in Argentinien testweise erste Dosen Sputnik V zu produzieren

Buenos Aires. Russland hat die ersten in Argentinien produzierten Dosen seines Impfstoffs Sputnik V getestet und freigegeben. Das erklärte der CEO des argentinischen Pharmazie-Unternehmens Richmond, Marcelo Figueiras, in einer Videokonferenz mit dem argentinischen Präsidenten Alberto Fernández. Es handelt sich dabei um die ersten 140.625 Dosen der 1. Komponente des Sputnik-Vakzins, die Richmond seit wenigen Wochen in Argentinien herstellt.

Im Februar hatte Richmond mit Blick auf eine argentinische Impfstoffproduktion ein Übereinkommen mit dem Russischen Fonds für Direktinvestitionen unterschrieben. Im April produzierte das Unternehmen dann testweise erste Dosen und erhielt im Juni nach einer Qualitätskontrolle am Gamaleya-Institut Inhaltsstoffe aus Moskau, um die Produktion in Argentinien auch im großen Stil zu starten. Die von Richmond hergestellten Dosen werden nun mit einem Antigen hergestellt, das aus Russland importiert wird. In Argentinien arbeitet das Unternehmen dann an Formel, Filtrat und Verpackung.

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Bislang hat Richmond 1,3 Millionen Dosen der ersten und eine weitere Million Dosen der zweiten Impfkomponente hergestellt, die zweite dürfte in den nächsten Tagen ebenfalls freigegeben werden.

Mehr als dreißig Millionen Corona-Impfungen wurden in dem Land mit 45 Millionen Einwohner:innen bereits verabreicht, ein Drittel davon Sputnik V, knapp ein weiteres Drittel Sinopharm sowie weitere zehn Millionen Dosen AstraZeneca/Oxford und AstraZeneca über das Covax-Programm der Weltgesundheitsorganisation, das benachteiligte Länder beim Zugang zu Impfstoffen unterstützen soll. Der Wirkstoff der AstraZeneca/Oxford-Impfung wird arbeitsteilig von dem argentinischen Labor mAbxience und dem mexikanischen Liomont komplett in beiden Ländern hergestellt und verpackt.

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