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Brasilien: Ex-Präsident Lula bereist den Nordosten des Landes

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Lula in Maranhão
Lula in Maranhão

Recife et al. Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bereist aktuell verschiedene Bundesstaaten des Landes. Dabei trifft er mit Aktivist:innen, indigenen Gruppen und Arbeiter:innen zusammen.

Nachdem Lula im vergangenem Jahr freigesprochen worden war und nun auch offiziell wieder als Kandidat für die anstehende Präsidentschaftswahl 2022 zur Verfügung steht, liegen die Hoffnungen vieler Arbeiter:innen auf ihm. Während seiner Reise durch den Nordosten des Landes trat Lula vor allem mit ihnen in Kontakt. Aber nicht nur die Sorgen und Bedürfnisse der Arbeiter:innen interessierten ihn, ebenfalls traf er sich mit Repräsentant:innen verschiedener sozialer Organisationen und indigener Gruppen.

Lula will, nach eigenen Worten, Hoffnung schenken. Dafür bekam er im Bundesstaat Maranhão eine besondere Anerkennung. Während er sich dort mit verschiedenen Oberhäuptern indigener Gemeinden traf, wurde er mit dem Ehrentitel "Schützer der indigenen Gebiete des Landes" ausgezeichnet. Schon in seiner vergangenen Amtszeit war Lula immer wieder um die Erhaltung indigener Kultur und den Schutz indigener Gebiete bemüht.

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An seinen Treffen und Austauschrunden nahmen auch Kunst- und Kulturschaffende aus den Bereichen der Populärkultur teil. Auch unterschiedliche regionale Musikgruppen waren dabei. So waren in Fortaleza während eines Treffens Coco-, Maracatu- und Capoeira-Gruppen anwesend.

Lula kritisierte immer wieder die gegenwärtige Situation im Land. Er mahnte an, die Geschichte Brasiliens zu reflektieren und auch aktuelle Prozesse im Auge zu behalten. Besonders betonte er hier die Militarisierung der öffentlichen Organe und den zunehmenden Waffengebrauch im Land.

"Wir haben eine Regierung, die niemals die Worte Einkommensverteilung und Familienbetrieb in den Mund nimmt. Die einzigen Dinge, denen er [Präsident Jair Bolsonaro] sich widmet, ist der Streit mit dem Obersten Gerichtshof, mit sozialen Bewegungen, mit den Indigenen", betonte Lula in seinen Reden.

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