Migranten-Karawane in Mexiko auf dem Weg in die Hauptstadt

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Kurze Rast auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Mehr als 6.000 Geflüchtete haben sich der Karawane angeschlossen (screenshot)
Kurze Rast auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Mehr als 6.000 Geflüchtete haben sich der Karawane angeschlossen (screenshot)

Mexiko-Stadt. Eine Gruppe Geflüchteter im Süden Mexikos setzt ihren Weg Richtung Mexiko-Stadt fort. Inzwischen sollen 6.000 Menschen mit der sogenannten Karawane unterwegs sein, die größte seit Beginn der Covid-19-Pandemie. In der mexikanischen Hauptstadt wollen sie vor dem Nationalen Institut für Migration (Instituto Nacional de Migración, INM) gegen die Verzögerung bei der Bearbeitung von Asylanträgen protestieren. Danach wollen die Menschen weiter zur Grenze zu den USA.

Am Samstag formte sich eine Gruppe von circa 2.000 Menschen in Tapachula nahe der Grenze zu Guatemala. Trotz Versuchen von Polizei und Militär, sie aufzuhalten, konnten sie ihren Weg Richtung Norden fortsetzen.

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Die Mehrheit der Geflüchteten sind aus El Salvador, Honduras und Guatemala. Sie fliehen vor Gewalt, extremer Armut, den Auswirkungen der Klimakatastrophe und den Folgen der Covid 19-Pandemie. Ihnen schlossen sich Mitglieder von Menschenrechtskommissionen und von der Nichtregierungsorganisation Ärzte ohne Grenzen sowie der Direktor des Zentrums für Menschenwürde an, die die Gruppe begleiten und ihre Forderungen nach Würde und Freiheit mittragen. Außerdem wird die Gruppe durch mehrere Fahrzeuge geschützt und vom Zivilschutz medizinisch versorgt.

Währenddessen ist die Zahl der Menschen, die bei der Einreise in die USA inhaftiert wurden, so hoch wie nie. Im Haushaltsjahr 2021 wurden 1,7 Millionen Menschen von den Behörden an der Grenze festgenommen, das bedeutet einen Anstieg von 77 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Mehrheit der Inhaftierten ist aus Mexiko (38 Prozent), gefolgt von Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador.

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