Opec+ drosselt Ölförderung, Venezuela macht Westen für weltweite Energiekrise verantwortlich

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El Aissami kritisierte in einer Videobotschaft die Sanktionspolitik des Westens
El Aissami kritisierte in einer Videobotschaft die Sanktionspolitik des Westens

Caracas. Die Staatengruppe Opec+ der erdölexportierenden Länder hat am Montag mit der Ankündigung einer Reduktion der Ölfördermenge für Schlagzeilen gesorgt. Ab Oktober sollen täglich 100.000 Fass weniger gefördert werden. Damit wird eine Erhöhung der Fördermenge vom vergangenen Monat wieder rückgängig gemacht. Als Hauptgrund für die Drosselung gelten zuletzt sinkende Ölpreise.

Die Staatengruppe Opec+ besteht aus den 13 Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sowie einer Reihe von Ländern, die ebenfalls Öl exportieren und sich regelmäßig mit der Opec bezüglich ihrer Fördermengen abstimmen, wobei Russland der bedeutendste Partner ist.

Venezuela nahm als einziges lateinamerikanisches Mitglied der Opec an dem virtuellen 32. Ministertreffen teil am 5. September, vertreten durch Erdölminister Tareck El Aissami. Er bekräftigte Venezuelas Willen, sich innerhalb der Opec für stabile Ölpreise einzusetzen und kritisierte die westlichen Industrieländer für ihre Sanktionspolitik, die der Weltwirtschaft schade.

Die Opec+-Länder hätten eine gemeinsame Arbeitsmethodik entwickelt, die es erlaube, "alle Widrigkeiten zu überwinden, trotz der irrsinnigen Vision des Westens mit seiner Sanktionspolitik, mit seiner arroganten russophoben Haltung und seiner Selbstherrlichkeit, welche die weltweite Energiekrise verschärft haben", sagte El Aissami in einer Video-Stellungnahme zu der Opec+-Konferenz, die er in sozialen Netzwerken verbreitete. "Trotz dieser Situation hat die Opec+ es geschafft, den internationalen Erdölmarkt zu stabilisieren", betonte der venezolanische Minister.

Der Opec gehören neben Venezuela einige weitere Staaten an, die derzeit von US-Sanktionen betroffen sind, so etwa Iran, Libyen und die Demokratische Republik Kongo.

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