Drittes internationales Treffen indigener Frauen in Guatemala

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Delegierte auf dem Podium des Dritten Treffens der indigenen Abya Yala Frauen
Delegierte auf dem Podium des Dritten Treffens der indigenen Abya Yala Frauen

Guatemala-Stadt. Menschen aus über zehn Ländern haben am dritten Treffen der indigenen Abya Yala Frauen (Tercer Cumbre Internacional de Mujeres Indígenas de Abya Yala) teilgenommen. Die Zusammenkunft fand vergangenes Wochenende in der Hauptstadt Guatemalas statt.

Vier Tage lang sprachen die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen für indigene Frauen, allen voran strukturelle Probleme wie Rassismus und patriarchale Gewalt sowie der Einfluss transnationaler Unternehmen auf die Territorien ihrer Gemeinschaften. Das Ziel des Treffens war es, gemeinsame Strategien angesichts der Herausforderungen zu entwickeln.

"Abya Yala" ist aus dekolonialer Perspektive und in der Sprache der Kuna aus Panama die Bezeichnung für den lateinamerikanischen Kontinent. Sie wurde von den politisch organisierten indigenen Bevölkerungen weitgehend übernommen.

Vom 9. bis 12. Oktober berieten in Guatemala-Stadt 500 Delegierte von unterschiedlichen Gemeinden, Vereinen und Ländern, um strukturelle Veränderungen voranzubringen. Darüber hinaus lag für die jeweiligen nationalen Ebenen der Fokus auf dem Aufbau eines Staates, der frei von rassistischen, machistischen, patriarchalen und ausschließenden Strukturen ist, so Vicenta Gerónimo, guatemaltekische Abgeordnete und Vertreterin der Partei "Bewegung zur Befreiung des Volkes".

Während des Treffens fanden unterschiedliche Events, wie Paneldiskussionen und Arbeitsgruppen, sowie abendliche Unterhaltungsangebote wie Poesielesungen statt, um den Austausch der Teilnehmenden zu fördern. Dabei sprachen sie neben den Herausforderungen aufgrund diskriminierender Strukturen wie Rassismus und Patriarchat auch über die Zerstörung der Territorien der indigenen Gemeinschaften, über die Auswirkungen der Klimakrise und die Kriminalisierung der Verteidiger:innen der Lebensräume durch den Staat und private Unternehmen.

Am letzten Tag fand eine Demonstration zum Tag des Schwarzen, indigenen und popularen Widerstands statt. Die Moderatorin des Forums "Indigene Frauen und politische Systeme" schloss mit den Worten "Frauen sollen mit Mut und dem Bewusstsein, gebildet zu sein, am politischen Leben teilnehmen".

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