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USA beschränken Visa für Mittelamerikaner mit Kontakten zur KPCh

Chinas Einfluss in Lateinamerika wächst. Maßnahme soll Peking zurückdrängen. Kritiker sprechen von Rückkehr der Monroe-Doktrin

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Chinas Außenminister Wang Yi bei einem virtuellen Treffen mit einer nicaraguanischen Delegation. Kontakte dieser Art können durch die USA ab jetzt mit Visa Beschränkungen sanktioniert werden
Chinas Außenminister Wang Yi bei einem virtuellen Treffen mit einer nicaraguanischen Delegation. Kontakte dieser Art können durch die USA ab jetzt mit Visa Beschränkungen sanktioniert werden

Washington. Die Vereinigten Staaten haben am Donnerstag neue Visabeschränkungen für zentralamerikanische Staatsbürger:innen angekündigt, die mit der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) zusammenarbeiten. Die Beschränkungen sollen sich gegen Personen richten, die mit ihren Aktivitäten "die Rechtsstaatlichkeit in der Region" untergraben wollen. 

Laut einer Erklärung von US-Außenministeriums Marco Rubio richten sich diese Maßnahmen gegen Personen und deren Familienangehörige, die für die KPCh in Mittelamerika arbeiten, sie finanzieren oder unterstützen und damit eine Gefahr für die demokratische Stabilität darstellen. Die Maßnahmen sollen auch rückwirkend angewendet werden können.

Die US-Regierung betonte, dass sie den "korrupten" Einfluss Chinas in der Region eindämmen wolle. Sie wirft der KPCh vor, "Institutionen zu untergraben und Praktiken zu fördern, die der Transparenz und der Rechtsstaatlichkeit zuwiderlaufen. Diese Maßnahmen bekräftigen das Engagement von Präsident Trump, den wirtschaftlichen Wohlstand und die nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten in unserer Region zu schützen", heißt es weiter in der Erklärung.

China hat in den vergangenen Jahren zum Teil enge bilaterale Kooperationen mit den Ländern Zentralamerikas aufgebaut, die auch die Finanzierung von Großprojekten umfassen. In El Salvador, unter Präsident Nayib Bukele eigentlich ein enger Verbündeter der Regierung von Donald Trump, finanziert die Volksrepublik Vorzeigeprojekte wie die Nationalbibliothek, ein Stadion, ein Messe- und Kongresszentrum und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage.

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Honduras, das erst seit März 2023 diplomatische Beziehungen zu China unterhält, plant eine weitere Zusammenarbeit und ein Freihandelsabkommen (amerika21 berichtete). Die Kooperation zwischen den Ländern fokussiert sich auf die Bereiche Gesundheit und Landwirtschaft.

Nicaraguas Regierung hatte im Dezember 2023 eine strategische Partnerschaft mit China vereinbart (amerika21 berichtete). Das über längere Zeit ausgehandelte Freihandelsabkommen beider Länder trat am 1. Januar 2024 in Kraft. Vielfältige Infrastrukturprojekte zeigen die engen Kontakte ebenso wie die zahlreichen offiziellen Besuche zwischen den Ländern und die uneingeschränkte Unterstützung Nicaraguas für Chinas Initiative für globale Governance (amerika21 berichtete). Dennoch sind die USA mit 38,7 Prozent der Exporte der wichtigste Handelspartner Nicaraguas und ein wichtiges Ziel für Arbeitsmigrant:innen.

Orinoco Tribune bezeichnet das Vorgehen der USA gegen die chinesische Präsenz in Lateinamerika als imperialistische Politik und nennt es die "Rückkehr der Monroe-Doktrin". Diese Doktrin diente im 19. Jahrhundert im Deckmantel der Parole "Amerika den Amerikanern" als Rechtfertigung dafür, dass die USA Lateinamerika zu ihrem Einflussgebiet erklärten, in dem sie keine Einmischungen von außen akzeptieren würden.