Kuba / Politik

Für ein Ende der Kuba-Sanktionen in einer zugespitzten Lage

Die Havanna Initiative bedankt sich bei den rund 73.000 Unterzeichnenden einer Petition, die am 21. Juni 2021 an die Vertretung der EU-Kommission in Berlin übergeben wurde. amerika21 dokumentiert das Schreiben

cropped-photo_2020-08-25_16-51-53.jpeg

Die Havanna-Initiative überreicht heute eine zehntausendfach unterzeichnete Petition gegen die Blockade Kubas durch die USA
Die Havanna-Initiative überreicht heute eine zehntausendfach unterzeichnete Petition gegen die Blockade Kubas durch die USA

Dank Ihrer Unterstützung konnten wir die Petition für die Aufhebung des völkerrechtswidrigen Embargos gegen Kuba mit mehr als 73.000 Unterschriften Ende Juni an die Vertretung der deutschen EU-Delegation, des Auswärtigen Amtes und der US-amerikanischen Botschaft in Berlin überreichen. Bei dieser Gelegenheit bekräftigte Staatssekretär Nils Annen, dass das Auswärtige Amt weiterhin für ein Ende der unilateralen Sanktionen eintreten werde. Die Politische Teamleiterin der EU-Kommission in Berlin, Nora Hesse, bedankte sich bei der Havana Initiative für ihre wichtige politische Arbeit und versprach, unser Anliegen den verantwortlichen Personen in Brüssel weiterzuvermitteln. Die Public Correspondance Office der US Botschaft in Berlin wiederum antwortete auf unsere Petition, dass die US Regierung die Sanktionen als Teil einer Politik einsetzt, die ein wohlhabendes Kuba zum Ziel hat, und die Maßnahmen ständig auf ihre Effektivität geprüft würden.

Die Stimmen für ein Ende der Sanktionen werden in letzter Zeit immer lauter: 184 Staaten haben am 23. Juni Kubas Resolution für eine Beendigung der Sanktionen zum 29. Mal in Folge in den Vereinten Nationen unterstützt, darunter auch Deutschland und die EU. In einem offenen Brief an Präsident Biden fordern dies auch 400 internationale Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und den Wissenschaften (https://www.letcubalive.com/). Wir bitten auch unsere Unterstützerinnen, sich diesem Aufruf anzuschliessen.

Die Folgen des Embargos und der Coronakrise führten in Kuba jetzt zu der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 90er Jahren sowie zu landesweiten Protesten, bei denen auch staatliche Einrichtungen zerstört und Supermärkte geplündert wurden. Deshalb rufen wir zu Spenden für Lebensmittel, Medikamente und medizinisches Gerät auf, die gerade von MediCuba und dem Berliner Missionswerk für den Transport nach Kuba zusammengestellt werden. Hier die Links zu den Spendenaufrufen:

Ihnen gefällt, was Sie lesen?

Das freut uns. Unterstützen Sie unsere Arbeit, regelmäßige Spenden helfen uns, das Projekt amerika21 nachhaltig aufzustellen.

Ihr amerika21-Team

https://www.berliner-missionswerk.de/partner-projekte-weltweit/projekte/kuba-container-fuer-kuba/

https://www.netzwerk-cuba.org/projekte-kampagnen/medicuba-europa-kampagne-2017-21/

Mit unserer Petition unterstützen wir zudem selbstverständlich auch das in ihrer Verfassung (Art. 56) verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest und einen konstruktiven Dialog ohne Einmischung von außen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr