Venezuela / Politik

Leichname von Bolívars Schwestern werden exhumiert

Caracas. Mit der Exhumierung der Leichname von María Antonia Bolívar und Juana Bolívar werden venezolanische Behörden und Wissenschaftler am heutigen Montag eine neue Etappe bei den forensischen Untersuchungen zur Todesursache des Generals und Anführers der Befreiungsarmee, Simón Bolívar, beginnen. Das gab Venezuelas Vize-Präsident Elías Jaua am Sonntag in der Hauptstadt Caracas bekannt.

Jaua bedankte sich insbesondere für die Unterstützung der katholischen Kirche bei der Aktion. Diese hatte der Exhumierung der beiden Schwestern zugestimmt, die in der Kathedrale von Caracas beigesetzt sind. Die Maßnahme wird unter Regie der Staatsanwaltschaft und im Beisein von Kirchenvertretern durchgeführt. Dabei soll bei beiden Leichnamen jeweils ein Zahn entnommen werden, um mittels DNA-Analyse zu verifizieren, dass es sich bei den beiden wirklich um die Schwestern von Simón Bolívar handelt, so Jaua.

Am 15. Juli diesen Jahres war bereits das Grab von Simón Bolívar geöffnet worden. Innerhalb einer groß angelegten Untersuchung wollen venezolanische Wissenschaftler prüfen, ob der Nationalheld im Jahr 1830 an Tuberkulose starb, was bislang angenommen wird. In Venezuela gibt es Zweifel an der bisherigen öffentlichen Version seines Todes und es gibt Vermutungen, Simón Bolívar könnte ermordet worden sein.

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