Venezuela / Politik

Stromausfälle im Wahlkampf

Caracas. In Venezuela häufen sich die Stromausfälle unmittelbar vor den Parlamentswahlen. Die Behörden vermuten hinter einer Reihe von Ausfällen Sabotageakte. Der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, beklagte am Mittwoch eine "Welle der Sabotage" bei der Stromversorgung. Ziel der Opposition sei die Destabilisierung des Landes sagte Chávez. Der oppositionelle "Tisch der demokratischen Einheit" (MUD) wies die Anschuldigungen zurück und forderte am Dienstag die Staatsanwaltschaft auf, in der Sache zu ermitteln und die Schuldigen ausfindig zu machen.

Am Montag war der Gouverneur des östlichen Bundesstaates Anzoátegui, Tarek William Saab, an die Presse getreten. Bei drei Stromausfällen am 14. August sowie am 3. und 5. September seien Leiter zur Erdung der Transformatoren aus den Umspannwerken gestohlen worden. Dies habe zum Ausfall der Werke geführt. Da in den Einrichtungen wesentlich wertvollere Gegenstände vorhanden gewesen seien, schloss Saab gewöhnlichen Raub als Ursache aus. Auch er machte "Sektoren der Opposition" für die "Sabotage" verantwortlich. Im westlichen Bundesstaat Falcón und in der Hauptstadtregion ist es in den letzten Wochen ebenfalls zu wiederholten Stromausfällen gekommen.

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