Venezuela / Politik

Paramilitärs im Westen Venezuelas festgenommen

Caracas. Der venezolanische Geheimdienst Sebin hat am Freitag im westlichen Bundesstaat Táchira sieben Personen festgenommen, die des Paramilitarismus verdächtigt werden. Drei der Festgenommenen seien bereits als Mitglieder der Águilas Negras (Schwarze Adler) identifiziert worden, erklärte der Präsident des Geheimdienstes, Miguel Rodríguez Torres, gegenüber venezolanischen Medien. Der Fahndungserfolg gelang im Rahmen eines größeren Polizeieinsatzes in der Grenzregion zu Kolumbien, an der 120 Mitarbeiter des Sebin und 120 Soldaten der Armee teilgenommen hatten.

Die Águilas Negras sind ein paramilitärischer Verband, der nach dem Demobilisierungsprozess der ebenfalls paramilitärischen AUC (Vereinigte Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens) in Kolumbien entstand. Seit mehreren Jahren operieren die Gruppen auch auf venezolanischem Territorium. Sie finanzieren sich unter anderem über Auftragsmorde, Entführungen, Schmuggel und Drogenhandel.

In den vergangenen Monaten nahmen die venezolanischen Behörden wiederholt Paramilitärs in den westlichen Grenzstaaten fest.

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