Erdölunternehmen gefährden indigene Völker

Lima. Mehr als 40 Nichtregierungsorganisationen (NRO) haben die drei Erdölunternehmen Perenco, Repsol-YPF und ConocoPhillips aufgefordert, sich aus Fördergebieten des nördlichen Amazonasgebietes in Peru zurückzuziehen. Der Aufruf, der von der Organisation Survival International initiiert wurde, kritisiert Arbeiten an zwei Gebieten mit Erdölvorkommen, in denen nach anthropologischen Studien mindestens zwei unkontaktierte indigene Völker leben sollen. Von außen eingeschleppte Krankheitserreger oder jeglicher Kontakt mit der Außenwelt könnten für die indigenen Gruppen tödlich sein, so Survival International.

Eines der beiden Erdölfelder verläuft entlang des in Ecuador liegenden Yasuní-Nationalparkes. Dort befinden sich auch das Yasuni-ITT-Projektgebiet und eine spezielle Schutzzone für indigene Gruppen.

Trotz längerer heftiger Proteste von Indigenenorganisationen aus Peru wollen die drei Ölfirmen mit den Arbeiten fortfahren. Genehmigungen für den Bau einer 207 Kilometer langen Pipeline wurden beantragt, hunderte Kilometer lange Schneisen sollen in den Urwald geschlagen und ebenso hunderte Hubschrauberlandeplätze errichtet werden.

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