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10.12.2010 Mexiko / USA / Politik

Verletzungen der Menschenrechte in Mexiko dauern an

Mexiko-Stadt/Washington. "Aussichtsreiche erste Gespräche mit SEDENA über Menschenrechte", kabelte der US-Botschafter in Mexiko, Carlos Pascual, am 08. September 2009 in einer durch Wikileaks bekannt gewordenen Depesche nach Washington. General Lopez Portillo, leitender Beauftragte für Menschenrechte im mexikanischen Verteidigungsministerium, der SEDENA, bekundete dem nach Interesse daran, sich stärker den Menschenrechtsverletzungen durch Militärangehörige zu widmen. Viel scheint sich seither in diesem Punkt nicht getan zu haben. So ist Fall der beiden indigenen Frauen Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú nach wie vor ungelöst, obwohl  der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte den mexikanischen Staat am 30. und 31. August 2010 für die begangenen Menschenrechtsverletzungen verurteilte. Die beiden Frauen waren im Jahr 2002 durch Angehörige des Militärs gefoltert und sexuell missbraucht worden. Führende Mitglieder der indigenen Organisation OPIM (Organización del Pueblo Indígena Me’phaa), Cuauhtémoc Ramírez Rodríguez und Obtilia Eugenio Manuel, erhielten am 28. November schriftliche Todesdrohungen wegen ihres Engagements im Fall der beiden indigenen Frauen. Hierzu hat die Deutschen Menschenrechtkoordination Mexiko eine Pressemitteilung herausgegeben.

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