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UN-Bericht: Ungleichheit behindert Entwicklung

Lima. Lateinamerika und die Karibik haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten bedeutende Fortschritte in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt der am Anfang November veröffentlichte Jahresbericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

Ungeachtet der Verbesserungen bestehen demnach aber noch immer große Ungleichheiten zwischen den Ländern als auch innerhalb der einzelnen Staaten, beispielsweise zwischen Männern und Frauen. Der Bericht berücksichtigt zum ersten Mal seit dem ersten Erscheinen des im Jahr 1990 drei neue Indikatoren: Ungleichheit, geschlechtsspezifische Unterschiede sowie so genannte mehrdimensionale Armut.

Die Mehrheit der 32 lateinamerikanischen und karibischen Länder gehört laut des Berichts zu den hoch oder mittel entwickelten Staaten. Trotzdem zeige der mehrdimensionale Armutsindex IHDI, "dass die Ungleichheit hinsichtlich Gesundheit, Bildung und Einkommen den Human Development Index (HDI) der Region um 25 Prozent senkt. Das betrifft vor allem Haiti, Bolivien, Guatemala, Peru und Panama."

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