Ecuador / Politik

Anführer des Putschversuches gegen Rafael Correa stellt sich

Quito. Der frühere Polizist Luis Martínez hat sich heute den Behörden in Ecuador gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Anführer eines Mordversuchs gegen den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa zu sein. Die Vorwürfe basieren auf den Putschversuch vom 30. September 2010, als revoltierende Polizeitruppen die Demokratie des Landes in Gefahr brachten. Martínez versicherte seine Unschuld und erklärte, er habe sich gestellt, da man ihm einen fairen Prozess versprochen habe, sowie die Zusicherung seiner Unversehrtheit.

Die Staatsanwaltschaft hatte ein Kopfgeld auf die Ergreifung Martínez' in Höhe von 10.000 US-Dollar ausgesetzt. Sie hatte auch versichert, Beweise dafür zu besitzen, dass Martínez über Funk seine Kollegen mehrfach aufforderte den Präsidenten zu töten, als dieser sich inmitten der protestierenden Polizisten bewegte und zu vermitteln versuchte. Dies bestreitet der Angeklagte.

Ecuador erlebte an diesem Tag eine schwere politische Krise. Revoltierende Polizisten hatten den Staatspräsidenten über neun Stunden in ihrer Gewalt, bis dieser durch eine Militäroperation befreit wurde. Hierbei wurde das Fahrzeug, das Correa in Sicherheit brachte, von vier Gewehrkugeln getroffen. Aufgrund der Geschehnisse laufen Anklagen gegen 57 Polizisten und einem Zivilisten.

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