Ecuador / Politik

Mutmaßlicher Attentäter gegen Correa verhaftet

Quito. In Ecuador ist im Zuge der Ermittlungen wegen des Putschversuches Ende September ein Polizist in Untersuchungshaft genommen worden. Jaime Vinicio Paucar Gualotuña hatte den Präsidenten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft attackierte und ihm die Gasmaske vom Gesicht gerissen. Correa musste später ärztlich behandelt werden.

Der Zwischenfall ereignete sich, als sich am 30. September Proteste unzufriedener Polizisten zuspitzten. Der Staatschef versuchte mit den Revoltierenden  zu sprechen und schlichtend zu vermitteln. Hierbei wurde er angegriffen und mit Tränengas beschossen. Später wurde er in einem Polizeikrankenhaus von den Aufständischen festgehalten und konnte erst nach mehreren Stunden von einer Spezialtruppe gewaltsam befreit werden. Die Regionalorganisation UNASUR bezeichneten die Vorgänge als Putschversuch und stellten sich demonstrativ auf die Seite der Regierung.

In einer knapp 30-minütigen Anhörung verlas der Staatsanwalt Luis Enriquez die Anklage, die auch den Attentatsversuch gegen den Staatspräsidenten beinhaltete, wie die Tageszeitung El Ciudadano vermeldet.

Die Anwälting Paucars bat den zuständigen Richter auf die Untersuchungshaft zu verzichten, da der Angeklagt sich freiwillig gestellt hätte. Dies wurde vom Richter abgelehnt, da der Haftbefehlt vor über zwei Monaten ausgestellt wurde, Paucar sich aber erst jetzt gestellt hat. Der Angeklagte erklärte indes, es sei nicht seine Absicht gewesen, das Leben des Präsidenten in Gefahr zu bringen.

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