Brasilien: Maulkorb für Kritiker von Obama

Rio de Janeiro. Der Vorsitzende der brasilianischen Arbeiterpartei (Partido dos Trabalhadores, PT) in Rio, Jorge Florêncio, erließ am Donnerstag einen Maulkorb für alle Mitglieder seiner Partei, sich über den Besuch des US-Präsidenten Barack Obama öffentlich anders zu äußern, als es die offizielle Parteilinie vorgibt. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Agência Brasil in ihrer gestrigen Ausgabe.

Demnach, so die Agentur unter Berufung auf eine Erklärung der Arbeiterpartei von Rio de Janeiro, gebe es von Seiten der Partei keine Beschlußfassung bezüglich der geplanten Anti-Obama-Demonstrationen. In der Parteierklärung selbst führt Florêncio aus, dass die Partei "deshalb jegliche öffentliche Meinungsäußerung jedweden Mitglieds, als im Namen der Partei getätigt, nicht gestattet, sofern (die Äußerung) nicht die offizielle Position (der Partei) widerspiegelt".

US-Präsident Barack Obama wird an diesem Wochenende Brasilia und Rio de Janeiro besuchen. Soziale Bewegungen, Gewerkschaften und linke Gruppen haben zu Gegendemonstrationen aufgerufen und Barack Obama zur "Persona non grata" in Brasilien erklärt.

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