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30.04.2011 Venezuela / Politik

Fall Becerra: Venezuela sieht sich im Rahmen internationalen Rechts

Caracas. Die Regierung Venezuelas sieht sich Fall des an Kolumbien ausgelieferten Journalisten Joaquín Pérez Becerra im Recht. Man handele "transparent und in Einklang mit dem Gesetz und den Verantwortlichkeiten des venezolanischen Staats", erklärte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, am Freitag gegenüber Medien. Die Einhaltung internationalen Rechts durch Venezuela sei "unbestreitbar", so der Minister. Gleichzeitig warf er Schweden vor, Becerras Ausreise aus Schweden zugelassen zu haben. Gegen ihn habe ein internationaler Haftbefehl von Interpol bestanden.

Maduro reagierte damit auf die Forderung Schwedens am Mittwoch, Venezuela solle das Vorgehen der venezolanischen Regierung in dem Fall erklären. Venezolanische Sicherheitskräfte hatten den schwedischen Staatsbürger kolumbianischer Herkunft Joaquín Pérez Becerra am vergangenen Samstag bei seiner Ankunft in Caracas festgenommen. Nur 48 Stunden später übergaben die Behörden ihn der kolumbianischen Nationalpolizei. Der Anwalt des der FARC-Mitgliedschaft beschuldigten Journalisten und politschen Flüchtlings hatte beklagt, dass weder rechtlicher Beistand noch die konsularische Vertretung Schwedens die Möglichkeit erhalten hatten, mit Becerra zu sprechen. Die Umstände der Ausweisung hatten zu starken Protesten vor allem der venezolanischen Linken geführt.

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