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06.05.2011 Kuba / USA / Menschenrechte / Militär

Fidel Castro: Bin Laden nach Tod noch gefährlicher

Havanna. Der ehemalige kubanische Staats- und Regierungschef Fidel Castro hat in einem im Internet verbreiteten Essay die Erschießung von Osama Bin Laden verurteilt. Die Hinrichtung des Gründers des Terrornetzwerks Al-Kaida durch ein US-amerikanisches Elitekommando in Pakistan sei eine "verabscheuungswürdige Tat" und "Mord", schrieb der inzwischen 84-jährige Castro. "Unabhängig davon, welche Terroranschläge ihm auch zugeschrieben werden, so bleibt der Mord an einem unbewaffneten und von Familienangehörigen umringten Menschen eine abscheuliche Tat", heißt es in dem Text.

Die rasche Seebestattung der Leiche Bin Ladens sei zugleich ein Beweis für die "Angst und Unsicherheit" der US-Führung. Sie habe Bin Laden "ohne Gesetz oder Verfahren" liquidiert und seine Leiche verschwinden lassen. Der gewaltsame Tod des Terrorchefs mache ihn posthum zu einer "gefährlicheren Figur" als dies zu Lebzeiten der Fall war, resümiert Castro.

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