Christian Wulff: Angst vor Protesten von Fischern?

Rio de Janeiro. Die kurzfristige Absage von Bundespräsident Christian Wulff, das umstrittene Stahlwerk von ThyssenKrupp in Rio de Janeiro am vergangenen Samstag trotz langwieriger Vorausplanung zu besuchen, erscheint laut einem Medienbericht aus Brasilien in einem neuen Licht. Laut dem Nachrichtenportal Portal Guaratiba könnte die überraschende Absage weniger an Wulffs Verärgerung über ThyssenKrupp kurz vor dem geplanten Besuch bekannt gewordenen Umbau- und Verkaufsplänen im Konzern gelegen haben. Das Nachrichtenportal mutmaßt, der deutsche Bundespräsident habe Angst vor der von lokalen Fischern, Anwohnern und Umweltaktivisten zeitgleich zu seinem Besuch im Stahlwerk geplanten "großen Demonstration" gehabt.

Laut dem Nachrichtenportal hatten sich zu der Demonstration auch Journalisten aus Deutschland angekündigt. Da Wulff den Besuch im Stahlwerk absagte, fand auch die Demonstration nicht statt. Dennoch haben laut Informationen von amerika21.de die Fischer und Anwohner die Gelegenheit genutzt und den vor Ort anwesenden Journalisten auch großer deutscher Nachrichtenmagazine ihre kritische Sicht auf das Stahlwerk vor Ort gezeigt.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr