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Protest gegen ThyssenKrupp-Stahlwerk in Brasilien

Rio de Janeiro. Bewohner von Santa Cruz und Fischer der Bucht von Sepetiba planen für Freitag eine Demonstration gegen das ThyssenKrupp-Stahlwerk Companhia Siderúrgica do Atlântico (CSA) in Brasilien. Dies berichtet der Umweltblog Racismoambiental. Der Protest werde vor dem Gebäude des Umweltministeriums des Bundesstaats Rio de Janeiro (SEA) und des Umweltinstituts INEA im Zentrum von Rio de Janeiro stattfinden. Der ThyssenKrupp-Tochter CSA wird vorgeworfen, die Bucht von Sepetiba zu verschmutzen sowie mehrere Vorfälle der Umweltverschmutzung im Stadtteil Santa Cruz in der Westzone Rio de Janeiros verursacht zu haben. Am 5. Januar 2011 kündigte der Umweltminister von Rio, Carlos Minc, mehrere Strafen gegen CSA an, da diese zum wiederholten Male innerhalb von sechs Monaten Luftverschmutzungen in der Umgebung des Stahlwerks verursacht hatte, die die Anwohner von Santa Cruz stark belasten.

CSA muss sich des weiteren einer Umweltprüfung unterziehen, die am 5. Januar begonnen wurde. Allerdings wird die Unabhängigkeit des durchführenden Unternehmens Usiminas von Umweltgruppen in Zweifel gezogen. Es bestünden Kapitalverflechtungen der Anteilseigner von Usiminas und vom ThyssenKrupp-Partner Vale, so die das Unternehmen kritisierenden Gruppen.

Laut Ministeriumsbeschluss muss CSA außerdem auf seinem Betriebsgelände Überwachungskameras installieren. Deren Übertragung soll direkt ins Operationszentrum des Umweltinstituts INEA erfolgen, um die Ordnungsmäßigkeit der Produktion direkt zu überwachen. Solange die Umweltprüfung nicht abgeschlossen ist, kann das Unternehmen CSA keine Betriebsgenehmigung erhalten, so die Aussage des Umweltministers Minc.


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