Trotz Vorbehalten: Honduras wieder in OAS aufgenommen

juan_barahona.jpg

FNRP-Sprecher Juan Barahona
Mit Bedenken: FNRP-Sprecher Juan Barahona

Tegucigalpa. Honduras ist nach 23 Monaten wieder in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aufgenommen worden. Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten stimmte am Mittwoch für die Wiedereingliederung des mittelamerikanischen Landes, das nach einem Putsch gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung unter Präsident Manuel Zelaya Ende Juni 2009 ausgeschlossen worden war. Zelaya war vor wenigen Tagen aus dem Exil wieder nach Honduras zurückgekehrt. 

Das Demokratiebündnis FNRP in Honduras hatte sich bis zuletzt gegen eine rasche Wiederaufnahme des Landes in die OAS ausgesprochen. Zwar sei die Rückkehr Zelayas ein positives Zeichen, sagte der Sprecher der Allianz, Juan Barahona, gegenüber dem lateinamerikanischen Nachrichtensender Telesur. Man müsse zunächst aber abwarten, ob auch die übrigen Punkte des Vertrages von Cartagena erfüllt werden.

Sie schätzen unsere Berichterstattung?

Dann spenden Sie für amerika21 und unterstützen unsere aktuellen, hintergründigen und professionellen Beiträge über das Geschehen in Lateinamerika und der Karibik.

Damit alle Inhalte von amerika21.de weiterhin für Alle kostenlos verfügbar sind.

Ihr amerika21-Team

Das Dokument war in der gleichnamigen kolumbianischen Küstenstadt zwischen Zelaya und dem amtierenden De-facto-Präsidenten des mittelamerikanischen Landes, Porfirio Lobo, unterzeichnet worden.

Im Interview mit Telesur verwies Barahona auf das vereinbarte Ende der Repression gegen Oppositionelle und die Möglichkeit einer verfassunggebenden Versammlung. In Cartagena war zudem festgelegt worden, die massiven Menschenrechtsverletzungen seit dem Staatsstreich Ende Juni 2009 zu untersuchen. Auch die OAS kündigte an, die Lage in Honduras eng zu verfolgen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr