Argentinien / Politik

Argentinien: Fernández stellt Vize für Präsidentschaftswahl vor

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Cristina Fernández und Amado Bodou (m.) auf einem Treffen mit Unternehmern vergangenen Mittwoch.
Cristina Fernández und Amado Bodou (m.) auf einem Treffen mit Unternehmern vergangenen Mittwoch.

Buenos Aires. Nachdem die Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernández de Kirchner, bereits am vergangenen Montag ankündigte, erneut als Präsidentin zu kandidieren, stellte sie am Samstag Abend auch ihren Vizekandidaten vor. An der Seite der amtierenden Präsidentin wird der bisherige Wirtschaftsminister Amado Boudou zur Präsidentschaftswahl im Oktober antreten. Der 47-jährige Wirtschaftswissenschaftler, der erst seit Juli 2009 das Wirtschaftsministerium leitet, hatte sich vor allem in der Finanzkrise 2008 hervorgetan und als Direktor der staatlichen Sozialversicherung die Verstaatlichung der Rentenkasse angeregt. "Boudou war es, der mir gesagt hat, dass sich die Welt ändert und die Verstaatlichung vorgeschlagen hat", wird Fernández in der argentinischen Zeitung Página12 zitiert. Er verstehe es, sich zu ändern, wenn sich die Welt ändert. Das kann auch auf seine politische Laufbahn übertragen werden. So war Boudou während seines Studium noch Mitglied der liberal-konservativen UCD und bis in die Menem-Ära hinein Anhänger einer neoliberal ausgerichteten Wirtschaftspolitik.

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