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Correa traf Chávez in Havanna

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Correa (ganz links) bei dem Gespräch mit Chávez (mitte) und den Brüdern Fidel (l
Correa (ganz links) bei dem Gespräch mit Chávez (Mitte) und den Brüdern Fidel (l.) und Raúl Castro (r.)

Havanna. Ecuadors Präsident Rafael Correa ist am Donnerstag (Ortszeit) in Kubas Hauptstadt Havanna mit Venezuelas Präsident Hugo Chávez zusammengetroffen, der sich derzeit auf der sozialistischen Karibikinsel wegen einer Krebserkrankung behandeln lässt. An dem freundschaftlichen Privattreffen nahmen auch der ehemalige kubanische Staats- und Regierungschef Fidel Castro sowie dessen Bruder und amtierender Regierungschef Raúl Castro teil, berichtet der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur.

Chávez war am vergangenen Samstag zurück nach Kuba gereist, um sich weiterer medizinischer Behandlung zu unterziehen. Anfang Juni war ihm von Experten auf der Insel ein kurz zuvor entdeckter Tumor entfernt worden, nun soll eine Chemotherapie folgen.

Unterdessen gehen die Spekulationen über den Gesundheitszustand des venezolanischen Präsidenten weiter. So behauptete Mónica Bérgamo, Kolumnistin der brasilianischen Tageszeitung Folha de Sao Paulo, Chávez habe Prostatakrebs. Dieses Gerücht hält sich seit längerem hartnäckig. Doch Bérgamo beruft sich nun auf einen kürzlichen Besuch venezolanischer Diplomaten in Brasilien, die der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff angeblich Unterlagen über den Gesundheitszustand von Chávez überreichten. Bei den Treffen sei auch der brasilianische Arzt und Prostatakrebs-Experte Miguel Srougi anwesend gewesen, woraus die Autorin ihre Annahmen ableitet. Srougi seinerseits will sich nicht zu den Spekulationen äußern.

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