Venezuelas Präsident verurteilt "Massaker" in Libyen

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Szene aus den Kämpfen in Libyen
Szene aus den Kämpfen in Libyen, hier aus einem Video der Rebellen

Caracas. Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat am Montag die Angriffe einiger NATO-Staaten und libyscher Rebellen auf die Staatsführung dieses nordafrikanischen Landes kritisiert. Der "Imperialismus der Vereinigten Staaten und seiner europäischen Verbündeten" richteten in Libyen ein "Massaker" an, sagte der linksgerichtete Präsident. Zugleich hinterfragte Chávez die Motive der westlichen Staaten, nach denen ihr Krieg gegen die Führung unter Muammar Al-Gaddafi dem Schutz der Menschenrechte und der Stärkung der Demokratie dienen soll. "Welche Schamlosigkeit, welcher Zynismus, das ist also der Vorwand, um in ein Land einzufallen, es einzunehmen und sich seines Reichtums zu bemächtigen", so Chávez.

Nach Angaben der libyschen Regierung starben bei den Kämpfen um die Hauptstadt Tripolis alleine am Sonntag 1.300 Menschen. Die Rebellen und die NATO machten keine Angaben zu militärischen und zivilen Opfern.

Seit Beginn des Bombenkrieges westlicher Staaten gegen die Gaddafi-Führung hatten mehrere lateinamerikanische und karibische Staaten die Angriffe verurteilt und für eine friedliche Lösung plädiert. Lediglich einige US-orientierte Regierungen – etwa in Kolumbien und Chile – hatte die Attacken befürwortet.

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