Studentenproteste in Honduras fordern erstes Todesopfer

Tegucigalpa. In der Nacht vom 22. August wurde der 17jährige Student Nahúm Alexander Guerra in Macuelizo, im Osten von Honduras von Unbekannten ermordet. Die Tat ereignete sich als Guerra zusammen mit anderen Studenten den Eingang einer Schule bewachte, welche von den Studierenden besetzt wurde. Ein Unbekannter beschimpfte die Jugendlichen aus einem Auto heraus als Streikende und eröffneten das Feuer gegen die Gruppe, dabei wurde Guerra in die Brust und in den Arm getroffen.

Laut Informationen von Anhängern der Demokratiebewegung studierte Guerra im zweiten Jahr Agrarwissenschaften an der Agrar-Schule Pompilio Ortega in der Kleinstadt Macuelizo, im Verwaltungsbezirk Santa Bárbara. Die Studierenden an der agrarstechnischen Schule schlossen sich den landesweiten Protestaktionen der Studenten an, welche seit vier Wochen gegen eine geplante Bildungsreform und gegen die Privatisierung des Bildungswesens protestieren. Im Zuge dieser Aktionen besetzten Guerra und andere Studenten auch das Gelände ihrer Schule.

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