Kolumbien: Menschenrechtspreis für Hollman Morris

Nürnberg. Der kolumbianische Journalist Hollman Morris erhält den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2011. Morris berichtet seit 15 Jahren über Menschenrechtsverstöße in seiner Heimat und leitete die wöchentliche Fernsehsendung Contravía sowie für den internationalen Nachrichtensender Telesur. Er musste aufgrund seiner „journalistischen Anklagearbeit“ im vergangenen Jahr ins Ausland flüchten. sind Morris und seine Familie in den vergangenen zehn Jahren immer wieder angefeindet worden. Morddrohungen zwangen ihn, Kolumbien zu verlassen. Einige seiner Recherchen sorgten aber dafür, dass schwerwiegende Fälle von Menschenrechtsverletzungen nicht straflos blieben.

Der 42-Jährige Hollman Morris erhält die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung der Stadt Nürnberg, weil er „mit bewundernswertem Mut die Opfer des schrecklichen bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Kolumbien sichtbar macht und ihnen in seinen Fernsehsendungen eine Stimme gibt“, so die Begründung der internationalen Jury.

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