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Freigelassene US-Bürger danken auch Linksintellektuellen und Chávez

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Bauer, Fattal und Sarah Shourd
Bauer und Fattal bei ihrer Pressekonferenz in New York am Sonntag, gemeinsam mit Sarah Shourd, die schon früher freikam

New York. Shane Bauer und Josh Fattal haben sich nach ihrer Rückkehr in die USA am Sonntag (Ortszeit) öffentlich bei Venezuelas Präsident Hugo Chávez und ihm nahestehenden Prominenten für deren Bemühen um ihre Freilassung aus dem Iran bedankt. Zwar gebühre der Dank vor allem dem Sultan Qaboos von Oman, der auch die Kaution bereit gestellt haben soll, sowie dem Schweizer Botschafter im Iran, doch auch der Initiative von Schauspieler Sean Penn, Sprachwissenschaftler Noam Chomsky, Friedensaktivistin Cindy Sheehan und anderen, gemeinsam mit Hugo Chávez auf die Regierung in Teheran einzuwirken, drückten die beiden 29-Jährigen ihren Dank aus.

Zuvor hatte das Außenministerium Venezuelas die bedeutende Rolle von Chávez bei der Freilassung der US-Bürger betont. Der venezolanische Staatschef pflegt seit Jahren enge Beziehungen zu US-Intelektuellen, die der Politik ihres Landes kritisch gegenüberstehen. Gleichzeitig zählt der Iran zu den Verbündeten Venezuelas in der Organisation Erdöl-exportierender Staaten (OPEC). US-Präsident Barack Obama vermied es laut Medienberichten im Gegensatz zu den Freigelassenen bisher, Venezuela als Teil der Vermittlungsmission zu nennen.

Shane Bauer und Josh Fattal waren am vergangenen Mittwoch nach über zwei Jahren Haft freigelassen worden. Im Sommer waren sie erst zu acht Jahren Gefängnis wegen illegalem Grenzübertritt und Spionage verurteilt worden. In seiner Stellungnahme am Sonntag sagte Shane Bauer nun, das ironische an den Vorwürfen sei, dass die ehemals Festgehaltenen die aggressive US-Politik gegenüber dem Iran ablehnten. Sie seien nur festgehalten worden, "weil wir US-Amerikaner sind".

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