Schwere Unwetter in Mittelamerika: El Salvador bereitet Krisengipfel vor

San Salvador. Die Regierung von El Salvador arbeitet an der Organisation eines zentralamerikanischen Krisengipfels zur Abstimmung eines gemeinsamen Hilfsplans nach den verheerenden Regenfällen der letzten zehn Tage in der Region. Das Ergebnis des möglichst in der kommenden Woche stattfindenden Präsidententreffens solle der internationalen Gemeinschaft als Grundlage für die Koordination von Hilfsleistungen vorgelegt werden, sagte der Außenminister des mittelamerikanischen Landes, Hugo Martínez, laut der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Geplant ist demnach ein baldiges Treffen der Präsidenten aus Guatemala, Honduras und El Salvador, dem so genannten Triángulo Norte. Zu dem Gipfel sollen auch Staatschefs des zentralamerikanischen Bündnisses SICA eingeladen werden, dem El Salvadors Präsident Mauricio Funes derzeit vorsteht. Dem SICA gehören außerdem Belize, Costa Rica, Nicaragua, Panama und die Dominikanische Republik als assoziierter Staat an.

Außenminister Martínez machte seine Ankündigung vor der Presse am Samstagabend (Ortszeit) als er humanitäre Hilfe für die von den Unwettern Betroffenen aus Venezuela entgegen nahm. Das südamerikanische Land hatte kurzfristig per Flugzeug 50 Tonnen Hilfsgüter für Nicaragua, El Salvador und Guatemala in Richtung Mittelamerika gesandt. In der Region sind hunderttausende Menschen von dem übermäßig strömenden Regen betroffen.

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