Ilich Ramírez: Familie hofft auf Hilfe in Verfahren gegen den "Schakal"

Caracas/Paris. Im laufenden Strafverfahren gegen den Venezolaner Ilich Ramírez, alias "Carlos, der Schakal" setzt die Familie des Angeklagten auf Beistand aus Venezuela. Der 62jährige Ramírez steht sein Montag in Paris vor Gericht. In dem neuen Verfahren nach 17 Jahren Haft in Frankreich werden ihm vier Morde zur Last gelegt. Der Angeklagte weist die Verantwortung für die Bluttaten zurück.

Gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE äußerte der Bruder des Inhaftierten, Vladimir Ramírez, nun die Hoffnung auf rechtlichen Beistand aus Venezuela. "Mit der entschiedenen Hilfe aus Venezuela und einer klaren Position gegenüber dem französischen Staat können wir die Haftentlassung von Ilich bis Juni erreichen", sagte der Bruder gegenüber EFE.

Entgegen Berichten regierungskritischer Medien in Venezuela hat die Regierung des südamerikanischen Landes die Verteidigung von "Carlos" nicht aus ideologischen Gründen angekündigt. "Wir haben die uneingeschränkte Verantwortung, jedem Venezolaner beizustehen, der im Ausland, aus welchen Gründen auch immer, vor Gericht steht", so Venezuelas Präsident Hugo Chávez in einer öffentlichen Stellungnahme. Die Regierung seines Landes werde gegen etwaige Rechtsverstöße in dem Verfahren vorgehen.

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