Argentinien begrenzt Landkauf durch Ausländer

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Landwirtschaftsminister Norberto Yauhar
Landwirtschaftsminister Norberto Yauhar

Buenos Aires. Der Senat in Argentinien hat eine Gesetzesinitiative der Regierung von Präsidentin Cristina Fernández gebilligt, mit dem der Erwerb von Land durch ausländische Staatsbürger begrenzt wird. Vor allem der Landwirtschaftsminister Norberto Yauhar hatte sich in den vergangenen Monaten vehement für diese Regelung eingesetzt. In ihrer letzten Sitzung bestätigten 62 Mitglieder des Senats das Gesetz nun bei nur einer Gegenstimme.

Wie in anderen Ländern Lateinamerikas und der Karibik schafft auch in Argentinien der Großgrundbesitz nach wie vor enorme soziale Probleme. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise und der zunehmenden Spekulation mit Nahrungsmitteln hat in diesem Zusammenhang zudem das so genannte Landgrabbing – der massive Aufkauf von Ackerland – in Lateinamerika für Unruhe gesorgt.

Das neue Gesetz in Argentinien regelt nun, dass maximal 15 Prozent des Landes in ausländischer Hand sein kann. Nicht mehr als 30 Prozent dieses Bodens darf in den Besitz von Personen oder Institutionen einer bestimmten Nationalität übergehen. Ausländische Landeigner können fortan nicht mehr als 1.000 Hektar Land besitzen, abweichende Regelungen können die zuständigen Agrarbehörden erlassen. Grund und Boden kann nicht in ausländischen Besitz übergehen, wenn er Wasserreserven beherbergt, berichtet die argentinische Nachrichtenagentur Télam.

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